Kostenloskultur Lernfähige Raubritter
Die Onlinespielbranche verdient mit Free-to-Play – und versucht sich vorsichtig an Fairness.
Ein Multiplayer Onlinespiel im Star-Wars Universum, entwickelt von den Rollenspiel-Spezialisten Bioware: Das im Dezember 2011 gestartete "Star Wars - The Old Republic" wollte die Träume von Abermillionen Sci-Fi-Nerds erfüllen. Fest überzeugt von deren Zahlungswilligkeit setze der Publisher EA selbstbewusst auf Monats-Gebühren – ein Modell, dass sich außer World of Warcraft kein anderes Multiplayer-Onlinespiel mittlerweile mehr leisten kann. Allein, die Millionen blieben aus. Anfang August knickte EA ein, ab Ende des Jahres ist auch Star Wars Free-to-Play.
Zahlen bei Gefallen
Eine wegweisende Entscheidung. Denn Free-to-Play wird in der Branche mittlerweile als Zukunft der Onlinespiele und Browsergames gehandelt: Gamer können kostenlos losspielen, Extras kosten dann echtes Geld - das die Spieler immer häufiger investieren. Allein in Deutschland hat der Verkauf virtueller Zusatzinhalte 2011 um 70 Prozent zugelegt. Für 2012 wird ein ähnliches Wachstum erwartet.
Tricksereien, um ans Geld zu kommen
Die angebliche Fairness des Modells - nur zahlen bei Gefallen - muss die Branche allerdings erst langsam lernen. Bislang versuchten gerade die Browserspielspezialisten mit mehr oder weniger subtilen Tricks die Spieler zum Öffnen ihrer Brieftaschen zu manipulieren.