Freitag, 24. Mai 2013

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Kreuz.net 15.000 Euro Kopfgeld auf Bach-Hetzer  

Martina Schulte spricht in der Webschau über kreuz.net.

Der Moderator und Entertainer Dirk Bach ist am 01.09.2012 in Berlin während der Fernsehaufzeichnung der Jubiläumssendung von "1, 2 oder 3" zu Gast.
Ein Hetz-Artikel über Dirk Bach auf kreuz.net verursachte eine Welle der Entrüstung. (dpa | Robert Schlesinger)

Einen Tag nach dem Tod von Dirk Bach am 1. Oktober 2012, erschien bei kreuz.net, dem selbsternannten "Portal für katholische Nachrichten", ein Artikel über den Entertainer: "Jetzt brennt er in der ewigen Homohölle". Ein Berliner Verlag will nun herausfinden, wer die Macher von kreuz.net sind. Für Hinweise hat er eine Belohnung versprochen - ein Kopfgeld, wie der Verlag auf seiner Internetseite schreibt.

Der Dirk-Bach-Post befindet sich bei kreuz.net in trauriger Gesellschaft: "Paris Hilton - Die meisten Homos haben Aids", "18 Jahre Zuchthaus - Homo mordet Homo", "Homo-Anschlag auf die Familie - Zwei Homogestörte wollen einem Kind den Vater rauben". Erst der Text zum Tod von Dirk Bach bescherte kreuz.net aber größere Aufmerksamkeit: Erst gab es eine Onlinepetition gegen die Hetzseite und auch Anonymous hat weitere Maßnahmen angekündigt.

15.000 Euro für sachdienliche Hinweise

Auch der schwule Verlag Bruno Gmünder, der unter anderem das Magazin Männer publiziert, hat sich den Protesten angeschlossen: Er hat eine Anzeige gegen Unbekannt gemacht und zudem ein Belohnung von 15.000 Euro für Informationen über die Hintermänner von kreuz.net ausgelobt. Tino Henn, der Geschäftsführer des Bruno-Gmünder-Verlags erklärt dazu, man sich die homophobe Hetze bei kreuz.net lange genug angesehen habe. Der Verlag hat deswegen eine E-Mail-Adresse eingerichtet, an die die entsprechenden Informationen gesendet werden können.

Kreuz.net hat mit der Kirche nichts zu tun

Kreuz.net gibt sich selbst den Untertitel "katholische Nachrichten" hat aber mit der katholischen Kirche nichts zu tun, wie ein Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz vorige Woche immer wieder betonen musste. Die Seite wird, so vermuten Medien, von einer anonymen Gruppe rechtsradikaler, ultra-orthodoxer Christen betrieben, die mit der umstrittenen Pius-Bruderschaft sympathisieren und für die sich im Netz in den der Begriff "Katholiban“ geprägt hat.

Beliebter als katholisch.de

Kreuz.net ist relativ beliebt; zumindest wenn man sie mit offiziellen katholischen Seiten im Netz vergleicht. Kreuz.net steht im Alexa-Ranking für Webseiten in Deutschland auf Platz 2660, katholisch.de, die offizielle Webseite der katholischen Kirche, liegt auf Platz 14.552.

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