Kriegsführung Von Feind und Freund
Gespräch mit dem Friedens- und Konfliktforscher Professor Ulrich Schneckener
Bezahlte Kämpfer und nichtstaatliche Gewaltakteure sind Teil zahlreicher Kriege und Auseinandersetzungen.
Warlords, Rebellen, Milizen oder Söldner – nur noch selten stehen sich in Kriegen ausschließlich Staaten gegenüber. In Libyen kämpfen an den verschiedenen Fronten Rebellen, Stammesmilizen und Söldner. Wer sich dahinter verbirgt ist kaum bekannt. Trotzdem ist die Rede davon, die Rebellen mit Waffen zu beliefern, oder sie von britischen Elitesoldaten in Jordanien trainieren zu lassen. Nachhilfestunde bei Spezialkräften für eine bessere Organisation und Kriegsführung gegen Gaddafi.
Aus Freunden können Feinde werden
Doch das Motto "der Feind meines Feindes ist mein Freund" geht nicht immer auf. Während des Kalten Krieges hatten die USA Waffen an afghanische Freiheitskämpfer geliefert, um damit gegen sowjetische Truppen zu kämpfen. Später wurden dieselben Waffen von den Taliban gegen die USA eingesetzt.
Wir sprechen mit Ulrich Schneckener, Professor an der Universität Osnabrück am Lehrstuhl für Internationale Beziehungen und Friedens- und Konfliktforschung. Schneckener schreibt gerade das Buch "Störenfriede", das demnächst bei Suhrkamp erscheinen wird. Er sagt, dass der internationalen Gemeinschaft im Libyen-Konflikt ein politischer Plan fehle, um den eigentlichen Konflikt in dem Land zu lösen.
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