Lärm Live am Samstag Friendly Fires: Techno trifft Indie-Pop
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- Ed Macfarlane bei einem Auftritt in Seattle. (musicisentropy | flickr | CC BY-SA 2.0)
Am Samstag (03.11.) senden wir ab 20 Uhr Konzerte von Poliça, dem Quintett Breton und Friendly Fires.
Breton: Die Electronik-Handwerker
Indie-Rock trifft auf Elektronik – das gilt auch für das Londoner Quintett Breton. Im Süden der Stadt gründeten Breton die Breton Labs, ein Studio, in dem sie nicht nur ihre Musik, sondern auch Filme und Remixes produzieren. Unter ihren Auftraggebern waren Tricky und die australischen Rocker The Temper Trap. In ihre eigenen Songs setzen sie reichlich Samples und elektronische Effekte ein, ohne dass dabei jedoch das Handwerk auf der Strecke bleibt: Denn klassisches Songwriting beherrschen Breton ebenso.
Friendly Fires beim Sonar Festival
In eine ähnliche Richtung geht auch die Musik des britischen Trios Friendly Fires. Ihr Indie-Pop ist laut eigenen Aussagen stark beeinflusst von den Produktionen des Kölner Technolabels Kompakt, Carl Craig aus Detroit, einem der großen Stars der Techno-Szene und Prince. Diese Dance-Einflüsse verbindet die Band mit großen Melodien in der Tradition der Shoegazing-Szene, etwa wie My Bloody Valentine. Im Juni waren die Friendly Fires zu Gast beim Sonar Festival in Barcelona.
Poliça: Kunst per Autotune
Poliça aus Minneapolis spielen einen Mix aus Indie Rock, Electronic und R&B; ihr Debüt "Give you the ghost", das in diesem Frühjahr erschienen ist, wurde von der internationalen Musikpresse in den höchsten Tönen gelobt. Tatsächlich erzeugt die Musik von Poliça mit ihren zwei Schlagzeugern und den tiefen Bassläufen einen unwiderstehlichen Groove. Und Sängerin Channy Leaneagh drückt der Band ihren ganz persönlichen Stempel auf: Mithilfe der Software Autotune verfremdet sie ihre Stimme auf sehr kunstvolle Weise. Dass die Songs von Poliça auch außerhalb des Studios funktionieren, zeigte der Auftritt der Band im Montreux Jazz Café.
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