Languages of Emotion I Die Lust am Ekelhaften
Der Literaturwissenschaftler Winfried Menninghaus über die Frage, warum uns Kunstwerke berühren
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- Schwarz oder weiß? Wie Menschen auf Kunst reagieren. (Schirn Kunsthalle Frankfurt 2006 / Norbert Miguletz)
In den vergangenen Jahrzehnten haben Forscher ein neues Bild von emotionalem Geschehen und Sprache entworfen. Wie interagieren die beiden?
Das Exzellenzcluster "Languages of Emotion" der Freien Universität Berlin hat zu diesem Thema im Wintersemester 2011/12 eine Ringvorlesung veranstaltet. Wissenschaftler aus zwanzig Disziplinen arbeiten an diesem Forschungsvorhaben: Mediziner, Psychologen, Biologen, Germanisten und Sprachexperten.
Evolutionäre Ästhetik
Sprecher und Mitbegründer des Clusters ist der Literaturwissenschaftler Winfried Menninghaus, mit dem unsere Reihe beginnt. Studiert hat er in Marburg, Heidelberg, Frankfurt am Main und in Berlin. Die Promotion folgte 1979, die Habilitation 1986. Menninghaus arbeitete als Lektor, Autor und Verlagsberater und auch als Hochschulassistent am Institut für allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft der FU Berlin, seit 1989 als Professor. Menninghaus' Schwerpunkte: Literaturtheorie, antike Rhetorik und Poetik, philosophische, psychologische und evolutionäre Ästhetik sowie Literatur und Poetik seit 1750.
Warum Kunstwerke fesseln
In seinem Vortrag "Die Lust am Ekelhaften, Traurigen, Ärgerlichen in der ästhetischen Erfahrung" spricht Winfried Menninghaus darüber, dass positive Gefühle, wie Schönheit, nicht ausreichen, um uns an ein Kunstwerk zu fesseln.