Languages of Emotion IV Die Emotionalisierung der Religion
Regine Herbrik und Hubert Knoblauch zu Gefühl und Glauben
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- Mit einer symbolischer Bildsprache der Auferstehung werden Gefühle der Hoffnung auf ein besseres Leben nach dem Tod angesprochen. (Chrissie Salz | DRadio Wissen)
Ein Gottesdienst mit Twitter-Reaktionen ist der neueste Schrei in der modernen Kirche, Leinwände mit darauf projizierten Jesusbildern hingegen schon fast ein tradiertes Muster.
In der Religion geht es vor allem um den Glauben. Doch wie bekommen die Glaubensrichtungen die Menschen heutzutage dazu, an das zu glauben, was sie verkünden?
Gefühlswelt berühren
So sprechen die Kirchen - wie die Werbebranche das schon immer macht - die Gefühle der Menschen an, um sie für ihren Glauben zu gewinnen. Und auch die Kirchen erreichen den modernen Menschen heute leichter über die sozialen Medien.
Zwei Vorträge setzen sich im Hörsaal mit der Wahrnehmung und den hervorgerufenen Gefühlen auseinander. Der Soziologe und Philosoph Hubert Knoblauch befasst sich mit neuen emotionalen Stilen im Kontext religiöser Erfahrung. Unter dem Titel "Die Emotionalisierung der Religion" sprach er am 7. Februar 2012 innerhalb des Exzellenzclusters "Languages of Emotion".
Unter demselben Titel referierte im Anschluss Regine Herbrik, die auf Kommunikationsformen und das Wissen durch Emotionen detailliert eingeht.
Vitae
Regine Herbrik studierte Soziologie und Deutsche Literatur in Konstanz. 2009 wurde sie promoviert. Danach erhielt sie ein Post-Doc-Stipendiat am Cluster "Languages of Emotion", wo sie seit 2010 mit Projektarbeit beschäftigt ist.
Hubert Knoblauch studierte Soziologie, Philosophie und Geschichte an den Universitäten in Konstanz und Brighton. Knoblauch wurde 1989 promoviert und 1994 habilitiert. Seit 2002 ist Knoblauch Professor für Theorien moderner Gesellschaften im Fachgebiet Allgemeine Soziologie an der Technischen Universität Berlin.
Diese Sendung ist die Wiederholung eines Vortrags vom 09.08.2012.