Lebensmittel Kleine Packungen - nicht nur für Arme
Unternehmensberaterin Gesa Crockford über die Strategie hinter kleinen Verpackungen
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- Size does matter - Unternehmen experimentieren mit Packungsgrößen. (ScopelM | flickr.com | CC BY-NC-SA 2.0)
Die Haushaltsbudgets in Griechenland, Spanien und Italien schrumpfen. Unternehmen wie Unilever und Nestlé reagieren mit kleineren Verpackungen. Einer Strategie, die sich auch schon in Schwellenländern bewährt hat. Aber es steckt wohl noch mehr dahinter.
Der Europachef von Unilever, Jan Zijderveld, gab am Montag in der Financial Times Deutschland ein plakatives Beispiel: "Wenn ein Spanier nur noch durchschnittlich 17 Euro pro Einkauf ausgibt, dann kann ich ihm kein Waschmittel für die Hälfte seines Budgets verkaufen." Die Antwort des Konzerns: kleinere Packungsgrößen: Waschmittel für fünf Waschgänge, Shampoo für einmal Haarewaschen.
Die Strategie war schon in Entwicklungs- und Schwellenländern erfolgreich. Nun kommt sie auch in den europäischen Krisenländern zum Einsatz.
Kampf gegen Noname-Produkte
Unternehmensberaterin Gesa Crockford meint allerdings, dass in diesem Zusammenhang noch andere Faktoren eine Rolle spielten: Zum einen helfe der niedrigere Preis von Markenprodukten im Kampf um Marktanteile gegenüber Noname-Produkten. Zum anderen seien kleinere Verpackungsgrößen für Singles bequemer. Die brauchen die große Familienpackung nicht, auch wenn sie im Verhältnis preiswerter seien.
Volkswirtschaftlich betrachtet sind kleinere Verpackungen von zweifelhaftem Wert. Denn im Verhältnis bekommt der Kunde für das gleiche Geld mehr Verpackung und weniger Inhalt.