Leistung Zuviel Ehrgeiz kann krank machen
Ein Gespräch mit der Psychologin Una Röhr-Sendlmeier
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- Wer es unbedingt schaffen und Erfolg um jeden Preis will, kann auch krank werden. (Jaako/ Flickr/ CC BY 2.0)
Ehrgeiz ist das Streben nach Ruhm, Erfolg und Macht. Der ehrgeizige Mensch will besser sein als die anderen, er will die anderen übertreffen. Er ist zielstrebig und hartnäckig. Damit kann er sich auch schaden.
In der Fachsprache der Psychologen nennt man Ehrgeiz "Leistungsmotivation". Der ehrgeizige Mensch will gelobt und geehrt werden und zwar nicht nur einmal, sondern ständig. Zu viel Ehrgeiz macht krank, sagt die Psychologin Una Röhr-Sendlmeier: Der ehrgeizige Mensch setze sich selbst unter Druck und wird dadurch gestresst. Mit seinen Leistungen sei er nie zufrieden.
Ehrgeiz ist Erziehungssache
Frühkindliche Erfahrung und der gesellschaftliche Druck sind unter anderem die Gründe für den übermäßigen Ehrgeiz. Wenn man zum Beispiel als Kind viel Lob bekommen hat, will man weiterhin gelobt werden. Wer zu wenig Liebe oder Lob von den Eltern bekommen hat, kann Minderwertigkeitsgefühle entwickeln - und braucht dann als Erwachsener ständig Anerkennung.
Antrieb der Ehrgeizigen
"Dieses Jahr werde ich ehrgeiziger." Oft ist das ein Vorsatz fürs neue Jahr. Was treibt die ehrgeizigen Menschen an, warum sind manche Menschen sehr ehrgeizig, die anderen wiederum mit kleinen Erfolgen zufrieden. Darüber sprechen wir mit der Psychologin Una Röhr-Sendlmeier von der Universität Bonn.
Dieser Beitrag wurde erstmalig am 09.01.2012 gesendet.