Literatur Der Sprücheklopfer der US-Literatur
Vor 100 Jahren starb Mark Twain - und begeistert heute noch seine Leser. Immerhin hat er das beste Buch Amerikas geschrieben. Sagte jedenfalls sein Kollege Ernest Hemingway.
"Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann", hat Mark Twain gesagt und hat sich auch selbst an diesen Leitspruch gehalten. Zumindest hat er gerne über das geschrieben, was er selbst erlebt hat. Die Liebe zum Mississippi verbindet ihn beispielsweise eng mit seinen berühmtesten Charakteren Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Genau wie die beiden war auch Twain ein Abenteurer: Reisejournalist, Goldgräber, Raddampfer-Steuermann.
Mark Twain: Zu scharf für den deutschen Markt
Das Verdrehen war hingegen kein Merkmal von Mark Twain, ihm war an der Wahrheit gelegen. In satirischen Texten spießte er die Missstände seiner Zeit so zielsicher auf, dass viele seiner Bücher für den deutschen Markt entschärft wurden. Es handelte sich schließlich um Jugendliteratur - darin schien Twains Biss und exakte aber entlarvende Beobachtungsgabe fehl zu sein.
Ein amerikanischer Superstar – vor 100 Jahren starb der Schriftsteller. Nicole Markwart berichtet vom Leben des Mark Twain. (DRadio Wissen, 21. April 2010)
Wie wichtig ist Mark Twain heute noch? Ein Interview mit dem Literaturwissenschaftler Jürgen Wertheimer von der Universität Tübingen. (DRadio Wissen, 21. April 2010)
Awful German Language. Mark Twain hatte ein gespaltenes Verhältnis zur deutschen Sprache. (DRadio Wissen, 21. April 2010)
Komplette Literatur von Mark Twain im Projekt Guttenberg
Kostenlose Hörbücher von Mark Twain auf vorleser.net
Twain skurril: "Überlegungen zur Kunst der Onanie" von 1879 (Die Zeit, 20. April 2010)
Unterwegs auf dem Mississippi - vor 100 Jahren starb Mark Twain, ein Kalenderblatt. (DeutschlandRadio Kultur, 21. April 2010)