Madagaskar Das Ende der Arche Noah
Franziska Badenschier über den Naturschutz auf Madagaskar.
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- Die Idylle auf Madagaskar trügt – viele Tierarten gefährdet und Raubbau an der Natur ist Alltag. (picture alliance | dpa | Serge di Loreto)
Die Naturschutzziele auf Madagaskar gehörten zu den ambitioniertesten der Welt. Dann kam 2009 ein Putsch.
Das Ziel war groß: Madagaskar sollte die erste humanistische und ökologische Republik der Welt werden. Zehn Prozent der gesamten Landesfläche sollten unter Schutz gestellt werden, so hatte es die alte Regierung des Inselstaates beschlossen. Doch dann kam 2009 ein Putsch. Die neue Regierung wird international nicht anerkannt und es gibt keine Zusammenarbeit auf Regierungsebene mehr.
Der illegale Handel mit madegassischen Strahlenschildkröten floriert. (picture-alliance | dpa | DB James Compton)
Aus Armut werden gefährdete Tierarten verzehrt
Auch viele Geldströme wurden gestoppt, so dass zahlreiche Schutzprojekte und Entwicklungsprojekte nicht weiter verfolgt werden konnten. Als Folge steigt die Armut. Mittlerweile nutzen viele Madagassen den Dschungel wieder als Supermarkt und sogar traditionelle Tabus fallen, wie das Verzehren von Schildkröten. Wissenschaftsjournalistin Franziska Badenschier hat fünf Monate lang auf Madagaskar gelebt und kennt die prekäre Lage im Arten- und Naturschutz dort.
Das kleinste Chamäleon der Welt - Madagaskar hat drei Klimazonen, dadurch ist die Artenvielfalt groß (picture alliance | dpa | Frank Glaw)