Marseille Kampf gegen Bandenkriminalität
Ursula Duplantier hat Problemviertel in Marseille besucht und dort mit Jugendlichen gesprochen
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- Kriminalität als Dauerproblem - Polizeidirektion im Marseiller Problemviertel Felix Pyat. (Philippe Pujol | flickr.com | CC BY-NC-SA 2.0)
Marseille wird in Frankreich "die Hauptstadt des Verbrechens" genannt. Vor allem der Drogenhandel und die Bandenkriminalität machen der zweitgrößten Stadt des Landes zu schaffen.
Seit vergangenem Jahr kommt Marseille nicht mehr aus den Schlagzeilen heraus. Überfälle, Drogenhandel und Bandenkriege sind in der Hafenstadt am Mittelmeer zum Dauer-Problem geworden. Auch wenn die Statistiken zeigen, dass die Kriminalität insgesamt in Marseille in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist, werden hier mehr Menschen bei Bandenkriegen getötet als anderswo im Land.
Feilen am schlechten Image
Anfang September hat der französische Premierminister mit seiner Regierung in einer Sondersitzung über die Lage in Marseille beraten. Die Politiker suchen nach einer Lösung gegen die steigende Kriminalität in der Stadt am Mittelmeer. In diesem Jahr sind bisher mehr Menschen in Marseille ermordet worden, als im gesamten Vorjahr. Zunächst wurde vereinbart, mehr Polizisten in die Stadt zu schicken. Eine Überlegung ist außerdem, Kinder mit zwei Jahren in die Vorschule zu schicken, um die Eltern zu entlasten. Die Zeit drängt, denn Marseille ist nächstes Jahr die Kulturhauptstadt Europas.