Materialforschung Nachweis von Silicen erfolgreich
Von Jan Rähm
Berliner Physiker fertigen eine Nanofolie aus Silizium-Atomen.
Graphen, eine hauchdünne Nanofolie aus Kohlenstoffatomen, galt seit seiner Entdeckung 2004 als großer Hoffnungsträger in der Halbleiterfertigung. Doch Graphen ist schwierig mit anderer Technologie zu verbinden. Da kommt Silicen gerade recht: Das Graphen-Pendant hat eine ähnliche Wabenstruktur, besteht aber aus Silizium. Theoretisch seit Längerem vorhergesagt, gelang Berliner Forschern jetzt der tatsächliche Nachweis des Stoffs.
Hoffnungsträger der Halbleiterforschung
Es war schon fast zu einfach: Mit einem Klebestreifen haben Wissenschaftler eine Schicht Kohlenstoff von einem Stück Kohle abgezogen, fertig war Graphen, eine hauchdünne Folie aus Kohlenstoffatomen. 2004 glückte das Verfahren. Seitdem ist Graphen zum Hoffnungsträger unter anderem in der Halbleiterforschung avanciert. Denn das Material ist extrem leitfähig.
Schnellere Chips durch Silicen
Doch die Hoffnungen auf schnellere und leistungsfähigere Chips haben sich bisher nicht erfüllt. Denn das Graphen reagiert mit Silizium zu Siliziumkarbid. Im schlimmsten Fall wäre die Kombination dann schlicht unbrauchbar. Nun haben deutsche und französische Wissenschaftler einen neuen Hoffnungsträger gefunden: Silicen.
Den gesamten Bericht können Sie im Online-Angebot der DLF-Sendung Forschung Aktuell nachhören und -lesen.