Max Weber I Universalgelehrter und Soziologe
Edith Hanke und Sam Whimster auf den Spuren des großen Sozialwissenschaftlers
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- Max Weber in einer Aufnahme von 1894 (Wiki Commons / gemeinfrei)
Er war Jurist, National- und Sozialökonom, Kulturwissenschaftler und vor allem Soziologe: Der Hörsaal widmet sich Maximilian Carl Emil Weber in einer vierteiligen Reihe.
Max Weber lebte von 1864 bis 1920 und hat mit seinen Forschungen und Theorien Spuren auf allen Kontinenten hinterlassen. In acht Vorträgen schauen wir auf Max Weber in der Welt. Sie wurden am 5. Juli 2012 auf einer internationalen Tagung der Max Weber Stiftung in Bonn gehalten.
Dabei ging es darum, ein Bild zu entwerfen, wie der Wissenschaftler auf seinen diversen Reisen das Ausland wahrgenommen hat und wie das Ausland ihn und seine Lehren heute sieht.
Weltweite Rezeption
Erste Rednerin ist Edith Hanke, wissenschaftliche Redakteurin und seit 2005 Generaldirektorin der Max Weber-Gesamtausgabe an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Hanke berichtet über einen ihrer Forschungsschwerpunkte, die weltweite Rezeption Webers und seiner Werke. Sie gibt einen Überblick über dessen Publikationen und Übersetzungen rund um den Globus. Der Titel ihres Vortrages lautet: „Max Weber weltweit. Zur Rezeption eines Klassikers in Zeiten des Umbruchs“.
Der Historiker Wolfgang Mommsen und Max Weber
Im Anschluss folgt ein Referat in englischer Sprache. Zu Wort kommt Sam Whimster, Professor der London Metropolitan University. Er ist zugleich Fellow am Käthe Hamburger Kolleg in Bonn. Ein Soziologe, der an der London School of Economics studiert hat. Er verortet und behandelt Weber im politischen Bereich. Speziell geht es um dessen Positionen und um Definitionen solcher Begriffe wie "Nation“, "Nationalstaat“, "Empire“, "Reich“ und "Macht“. Eine Rolle für Webers Wahrnehmung in der Welt hat in diesem Zusammenhang auch Wolfgang Mommsens Werk mit dem Titel "Max Weber und die deutsche Politik“ gespielt. Der Historiker Mommsen forschte Zeit seines Lebens über Weber.