Max Weber IV Ein deutscher Soziologe in der Welt
Vorträge von Gangolf Hübinger und Haggag Ali
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- Max Weber in einem Wust aus Papier. (Harald Groven | Flickr | cc-by-sa-2.0)
Universalgeschichtliche Probleme und Säkularismus in Ägypten - auf beides lässt sich Max Weber anwenden.
Gangolf Hübinger hält einen Vortrag zum Thema: "Max Weber und die universalgeschichtlichen Probleme". Er ist Professor für vergleichende Kulturgeschichte der Neuzeit an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Außerdem ist er Mitherausgeber der Max-Weber-Gesamtausgabe, MWG. Darin widmet er sich dem Terminus "Universalgeschichte der Kultur", der in Webers Werk gebraucht wird.
Der Einfluss Webers in der arabisch-jüdischen Welt
Haggag Ali analysiert "Max Weber and the Revision of Secularism in Egypt: The Example of Abdelwahab Elmessiri". Im Jahr 1999 hatte Elmessiri eine achtbändige arabische Enzyklopädie über das Judentum und den Zionismus herausgegeben. Die ist wesentlich von deutschen Soziologen und vor allem von Max Weber beeinflusst – sowohl in der Methodik als auch beim Inhalt. Haggag Ali ist Dozent der Literaturwissenschaften und Kulturkritik an der Academy of Arts in Ägypten und er erläutert, warum Elmessiri ausgerechnet Max Weber sehr in seinen Forschungen favorisiert hat.
Beide Vorträge wurden bei der Expertentagung "Max Weber in der Welt" in Bonn aufgezeichnet, die dort am 5. und 6. Juni 2012 stattfand.