Dienstag, 18. Juni 2013

Online Talk /

Medienjournalismus Zwischen Propaganda und Kompetenzmangel  

Zu Gast: Julia Stein, ZAPP-Mediemagazin, Steffen Grimberg, Medienredakteur der Taz, Volker Lilienthal, Universität Hamburg und Thomas Knüwer, Blogger/Journalist

Medienaufgebot vor einer Pressekonferenz.
Medienaufgebot vor einer Pressekonferenz. (Zanthia/ Flickr/ cc by-nc-sa/ 2.0)

NETZ.REPORTER XL: Wie objektiv können Medien über Medien berichten? Und: Kann das Internet als Korrektiv einspringen? Wie wiederholen einen Online-Talk vom 6. August 2011.

Über Radio, Fernsehen, Presse, Agenturen, Produktionsfirmen und Internet wird heute mehr berichtet denn je. Die Berufsgruppe der Medienjournalisten kann inzwischen auf eine rund 60-jährige Geschichte zurückblicken. Mit dem Siegeszug des Fernsehens setzte die Spezialisierung ein: Fachdienste wurden erfolgreich. Die Autoren begannen sich zu professionalisieren, Medienressorts und separate Medienseiten entstanden. Und auch Mediensendungen in Fernsehen und Hörfunk kamen hinzu.

Medienjournalismus in der Kritik

Transparenz über den Zustand der Medien - über Besitzverhältnisse, Interessenverflechtungen, Kampagnen - ist essentiell in einer Zeit, in der Medien unseren Alltag und unser Denken prägen.

Allerdings: Zunehmend gerät der Medienjournalismus in die Kritik. Genau ein Jahr ist es her, dass FAZ-Kommentator Michael Hanfeld den Öffentlich-Rechtlichen "Staatsjournalismus" vorgeworfen hat und gar die freie Presse bedroht sah. Und Mitte 2011 titelte der Blogger Thomas Knüwer: "Medienjournalismus mutiert zur Propaganda". Das sind harte Vorwürfe. Doch egal ob Tagesschau-App, Leistungsschutzrecht oder Gebührendebatte - immer wieder mutiert der Journalismus zum Grabenkampf, bei dem die Seriosität auf der Strecke zu bleiben scheint.

Zwischen Propaganda und Kompetenzmangel

Wie steht es um die Qualität und Seriosität des Medienjournalismus in Deutschland? Mangelt es an Kompetenz und Qualitätsbewusstsein? Darüber diskutieren im Online Talk Julia Stein, Redaktionsleiterin des NDR-Medienmagazins ZAPP, Volker Lilienthal, Professor für "Praxis des Qualitätsjournalismus" an der Universität Hamburg, Steffen Grimberg, Medienredakteur bei der taz und der Berater und Betreiber des Blogs indiskretionehrensache.de, Thomas Knüwer. Die Moderation der NETZ.REPORTER XL-Ausgabe mit dem Titel "Medienjournalismus zwischen Propaganda und Kompetenzmangel" hat Vera Linß.

 

Mangelnde Kompetenz? Propaganda? Zu wenig Qualitätsbewusstsein? – Was denken Sie über den Medienjournalismus in Deutschland? Diskutieren Sie mit auf Facebook.



Mehr zum Thema:

ARD gegen "FAZ": Böses Blut und schlechter Stil
(Spiegel Online, 22.07.2010)

Bild gegen ARD: Abwehrbereit
(berlinonline.de, 14.07.2010)

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Kommentare 1 - 1 von 1

  • 1. Wie wird Profitabilität von Online-Ausgaben berechnet?

    Eine grundsätzliche Verständnisfrage: Thomas Knüwer zählt in dem Beitrag Online-Ausgaben einiger Print-Titel auf, die mittlerweile profitabel seien. Sind in dieser Rechnung jene Inhalte, die aus den Print-Ausgaben übernommen wurden, gegengerechnet bzw. die Gehälter der Print-Redakteure enthalten? Oder ist der Anteil an Print bei Sueddeutsche.de, Rheinzeitung.de und Focus.de tatsächlich so gering, dass er rechnerisch nicht ins Gewicht fällt?

    JoVog 27.08.2011 20:46 Uhr

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