Medizin Operation am Fötus
Julia Beißwenger über die Risiken pränataler Operationen
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- Ein Arzt macht eine Ultraschalluntersuchung bei einer Schwangeren. (thinkpanama | Flickr | CC BY-NC 2.0)
Jeder 1000. Fötus in Deutschland hat eine so genannte Spina bifida, einen offenen Rücken. Er kann zu Querschnittslähmung und Behinderungen führen. Thomas Kohl vom Universitätsklinikum Gießen operiert als einziger weltweit Föten mit offenem Rücken schon im Mutterleib.
In Deutschland kommen pro Jahr rund 6000 Säuglinge mit einem Herzfehler zur Welt, manche Föten haben ein offenes Zwerchfell und jeder 1000. Fötus hat eine so genannte Spina bifida. Bei ihr liegt ein Teil der Wirbelsäule und des Rückenmarks frei. Eine Spina bifida kann zur Querschnittslähmung führen, Darm- und Blasenstörungen sind wahrscheinlich. Wenn sich zudem Wasser im Kopf sammelt, bläht er sich zum Wasserkopf. Geistige Behinderungen sind die Folge.
Umstrittene Methode
Allerdings kann man mit einer Operation unmittelbar nach der Geburt die Krankheitssymptome lindern und teilweise sogar verhindern. Seit einiger Zeit gibt es zudem ein neues Verfahren. Thomas Kohl vom Universitätsklinikum Gießen operiert Föten mit offenem Rücken schon im Mutterleib. Seine minimal-invasiven Operationsmethode schont die Mutter weitest möglich. Die OP ist in ihrer Form bisher weltweit einzigartig, allerdings ist sie unter Fachleuten umstritten.
Das Misstrauen der Fachwelt hat durchaus Gründe, denn nicht immer waren die minimal-invasiven Operationen erfolgreich. Fünf Spina-Bifida-Kinder starben dabei. Zudem kamen einige Säuglinge erheblich zu früh auf die Welt.
Julia Beißwenger hat sich die innovativen Operationstechniken in Gießen angeschaut.