Medizin Roboter zum Anziehen
Almuth Knigge war beim "Abenteuer Laufen" eines Querschnittsgelähmten dabei.
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- Mit Exoskelett durch die Fußgängerzone. (WeissenbachPR | Flickr | CC BY-NC 2.0)
Exoskelette lassen Querschnittsgelähmte wieder auf Augenhöhe leben.
Tom Schwietzer ist 35 Jahre alt und seit achtzehn
Nach Jahren endlich wieder aufrecht stehen – Tom Schwietzer ist glücklich über das Exoskelett mit dem er stehen und gehen kann. (Silvia Rüffert | BDH-Klinik Greifswald GmbH)
Jahren
querschnittsgelähmt.
Fast sein halbes
Leben hat er jetzt im
Rollstuhl verbracht und sich damit arrangiert.
Auch der I
sraeli Amit Goffer ist seit einem Unfall querschnittsgelähmt.
Er wollte sich nicht damit abfinden, nicht mehr auf Augenhöhe mit anderen Menschen leben zu können und entwickelte ein sogenanntes Exoskelett, eine Art Roboter zum Anziehen.
Selbstständig Aufstehen und Gehen –
zum ersten Mal seit 18 Jahren
Mit dieser Erfindung konnte Tom Schwietzer vor ein paar Wochen zum ersten Mal seit 18 Jahren wieder aufstehen. Eine motorisch betriebene Prothese, die sich der Patient selbst anlegen kann, wird mit einer wiederaufladbaren Batterie betrieben. Den fünf Kilo schweren Akku muss der Patient in einem Rucksack auf dem Rücken mit sich herumtragen. Durch eine Armbanduhr wird das System gesteuert und Befehle an den Computer im Rucksack geleitet.
Vier verschiedene Modelle von Exoskeletten
Rund sechzig Millionen Menschen, ein Prozent der Weltbevölkerung, sind auf Rollstühle angewiesen. Mit der Überalterung der Gesellschaft steigt deren Zahl rapide an. Obwohl sich die Rollstuhltechnik in den vergangenen Jahrzehnten stark verbessert hat, sind die Optionen für Menschen mit Bewegungseinschränkungen stark limitiert. Vier verschiedene Modelle an Exoskeletten sind derzeit auf dem Markt. Ein richtiges Wunder können sie bei Querschnittgelähmten zwar nicht bewirken, aber trotzdem steigert das Gerät die Lebensqualität.