Medizin Umstrittener Bluttest auf Down-Syndrom
Sabine Müller über den neuen Trisomie 21-Bluttest
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- Die meisten Eltern entscheiden sich gegen ein behindertes Kind. (Faso Productions Inc./flickr cc-by-nc-sa)
In den USA können schwangere Frauen per Bluttest überprüfen lassen, ob ihr ungeborenes Kind das Down-Syndrom hat. Befürworter und Gegner streiten über die Folgen dieser Untersuchungsmethode.
Nun soll der Bluttest auch in Deutschland auf den Markt kommen. Vor allem Behinderten-Verbände und Vertreter der christlichen Kirchen wenden sich gegen die Einführung des sogenannten Praena-Tests. Der Test vereinfache die systematische vorgeburtliche Selektion von Leben, so die Kritiker. In der Tat entscheiden sich 90 Prozent der Eltern für einen Schwangerschaftsabbruch, wenn eine Trisomie 21 beim Ungeborenen festgestellt wird.
Befürworter verweisen darauf, dass der Bluttest ungefährlich ist - im Gegensatz zu der bislang üblichen Fruchtwasseruntersuchung, bei der es vereinzelt zu spontanen Fehlgeburten des Embryos kommt. Die Entscheidung für oder gegen ein Leben mit einem behinderten Kind werde durch das Feststellungsverfahren nicht beeinflusst.
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