Montag, 20. Mai 2013

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Medizin Von Würmern und Zelltod  

Der Medizin-Nobelpreisträger Howard Robert Horvitz spricht über den normalen und den krankhaften programmierten Zelltod.

Ein angedeutetes Tier mit gefletschten Zähnen.
Über das Zellensterben bei Würmern. (Chrissie Salz)

Der Medizin-Nobelpreisträger Howard Robert Horvitz spricht über den normalen und den krankhaften programmierten Zelltod.

Der Biologieprofessor Horvitz arbeitet am "Massachusetts Institute of Technology" in Cambridge, USA. Seine Großeltern waren von Russland und Galizien nach Amerika ausgewandert; in seinem Elternhaus standen Bildung und wissenschaftliche Neugier ganz oben.

Nachdem Horvitz' Vater an einer degenerativen Nervenkrankheit gestorben war, begann sein Sohn damit, diese näher zu erforschen. 1972 schloss er sein Studium der Biologie ab, 1974 folgte die Dissertation. 1978 wurde er Assistenzprofessur in Cambridge. Als Professor für Biologie wirkt er dort nun schon seit 1986.

Programmierter Zelltod

Die prämierten Forschungen von Horvitz bauen darauf auf, dass ein einfacher Wurm im embryonalen Stadium über deutlich mehr Zellen verfügt als im späteren Leben.

Dieser genetisch programmierte Zelltod firmiert unter dem Fachbegriff Apoptose.  Die Übertragung dieses Phänomens ist auch auf den Menschen möglich. Störungen des Ablaufs sind ursächlich für Krebs, für Beeinträchtigungen der Autoimmunreaktionen und beispielsweise bei der Alzheimer-Krankheit. 2002 bekam Horvitz für die Mechanismen, die er in diesem Zusammenhang aufgedeckt hat, den Nobelpreis für Medizin zugesprochen.

(Logo: Meeting of Nobel Laureates Lindau)

Robert Horvitz hat seinen Vortrag "Programmed cell death in Development and Diseas" am 29. Juni 2010 beim Treffen der Nobelpreisträger in Lindau gehalten.

Dieser Vortrag ist eine Wiederholung vom 25.11.2010.

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