Meeresforschung Todeszonen werden größer
Almuth Knigge über eine alarmierende Entwicklung in der Ostsee
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- Der Klimawandel gilt als Hauptursache für die wachsenden Todeszonen der Ostsee. (dradio.de/Janine Wergin)
Wegen Sauerstoffmangels gibt es in großen Regionen der Ostsee kaum Leben. Bislang wurde dafür hauptsächlich Überdüngung verantwortlich gemacht.
Forscher des Leibnitz-Institutes für Ostseeforschung fanden nun eine weitere vielleicht noch wichtigere Ursache. Hauptübeltäter auch hier: Der Klimawandel.
Die Wissenschaftler wollten wissen, welchen Einfluss Klimaschwankungen auf das Ausmaß der sogenannten Todeszonen haben. Dafür untersuchten sie Bohrkerne aus dem Sediment des Meeres. Daraus können sie Rückschlüsse auf massenhaftes Algenwachstum ziehen. Abgestorbene Algen gelten als Hauptursache für Sauerstoffmangel.
Es stellte sich heraus, dass die Todeszonen in Zeiten relativ hoher Temperaturen größer waren, als wenn eine kühlere Periode vorherrschte. Das galt auch für Zeiten, in denen den Algen vergleichsweise wenig Nährstoffe zur Verfügung standen. Die steigenden Temperaturen gelten somit als Hauptursache für die wachsenden Todeszonen der Ostsee, die nur eine enge Verbindung zur Nordsee hat, über die kaum ein Wasseraustausch möglich ist.