Donnerstag, 23. Mai 2013

Hörsaal /

Meereswissenschaften Ernährung aus dem Meer, Teil 2  

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Kabeljau im Wasser.
Die Überfischung der Meere wird immer mehr zum Problem. (Flickr.com | Joachim S. Müller | CC BY-NC-SA 2.0)

Christopher Zimmermann, Stellvertretender Leiter des Instituts für Ostseefischerei des Johann Heinrich von Thünen-Instituts Rostock liefert einen Überblick über den Zustand der Weltfischbestände. Im Anschluss führte er eine Podiums- und Publikumsdiskussion mit Hartmut Rehbein, Chemiker am Max Rubner-Institut für Sicherheit und Qualität bei Milch und Fisch in Hamburg, und Olaf Päpke, Wissenschaftlicher Direktor des Hamburger Analytiklabors Eurofins I GfA, über Ernährung aus dem Meer.

Fisch ist lecker und gesund – sofern nicht mit Schadstoffen belastet. Allerdings gelten die Meere als überfischt. Vor allem die Umweltverbände schlagen deshalb Alarm. Ist die Lage so drastisch, wie sie Naturschützer beschreiben? Kann man also überhaupt guten Gewissens Meerestiere essen?

Wie schlimm steht es um die Fischbestände?

Christopher Zimmermann, der stellvertretende Leiter des Instituts für Ostseefischerei des Johann Heinrich von Thünen-Instituts Rostock, gibt in diesem Vortrag anhand von konkreten Beispielen wie etwa dem Kabeljau einen Überblick über den Zustand der Weltfischbestände. Dabei erklärt er unter anderem, wie widersprüchliche Zahlen etwa von Umweltverbänden oder Fischereiexperten zustandekommen, erläutert, wie sich Fischbestände entwickeln und stellt die These auf, dass Konsumverzicht Fischpopulationen auch schaden kann.

Zimmermann war neben Hartmut Rehbein, Chemiker am Max Rubner-Institut für Sicherheit und Qualität bei Milch und Fisch in Hamburg, und Olaf Päpke, Wissenschaftlicher Direktor des Hamburger Analytiklabors Eurofins I GfA, Referent bei der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung "Ernährung aus dem Meer", die am 28. November 2011 von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) organisiert wurde.

Den ersten Teil dieser Veranstaltung haben wir am 27.12.2011 gesendet: Ernährung aus dem Meer, Teil 1



Mehr auf DRadio Wissen:

Fischerei am Abgrund
Die Fischereipolitik der Europäischen Union wird heftig kritisiert.
(Natur vom 08.07.2011)

Meereszensus der Unterwasserwelt
Was wissen wir über die Vielfalt des Lebens in den Ozeanen? Um dieser Frage nachzugehen, war 1997 eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern an der Scripps Institution of Oceanography im kalifornischen La Jolla zusammengekommen.
(Natur vom 31.05.2010)

Faires Fischen in Schweden
Die Europäische Union muss ihre Fischereipolitik umfassend reformieren. Als Paradebeispiel für nachhaltigen Fischfang gilt der schwedische Koster-Nationalpark.
(Natur vom 28.11.2011)

Senegal: Im Meer wird's leer
Senegals Gewässer sind überfischt – daran tragen auch europäische Fangflotten Schuld.
(Globus vom 08.02.2011)

Ernährung: Isst sich die Menschheit krank?
Der Münchner Ernährungsmediziner Hans Hauner spricht über "Moderne Ernährung und Zivilisationskrankheiten".
(Hörsaal vom 09.11.2011)

Mehr zum Thema:

Umweltschutz als Kunst
Uli Streckenbach verdeutlicht in einer Animation das Thema Überfischung

Fischbestaende-online.de

Marine Stewardship Council (MSC)
Der MSC ist eine weltweit tätige gemeinnützige Organisation mit einem Zertifizierungs-Programm für nachhaltige Fischerei

"The State of World Fisheries and Aquaculture 2010"
Der SOFIA ist der Datenreport über Fischbestände und Aquakulturen der Welternährungsorganisation

Leere Meere - Was tun gegen die Überfischung der Ozeane?
Interview mit dem Fischereibiologen Rainer Froese vom Leibniz Institut für Meereswissenschaften (IFM-Geomar) in Kiel auf dradio.de vom 23.07.2011

Zum Kommentieren bitte registrieren oder anmelden.

Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Kommentare

Wenn Sie Verstöße gegen unsere Kommentar-Regeln feststellen, informieren Sie bitte die Forenadministration per E-Mail.

Beitrag hören

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Hörsaal

Aus dem Mund eines jungen Mannes strömt weißer Rauch.

Suche nach der Seele IIVom Verschwinden der Seele

Der Begriff der Seele ist nach und nach aus der neuzeitlichen Medizin verschwunden.

Mehr …

Ein männlicher Torso

Suche nach der Seele IDer Sitz der Seele

Aristoteles und Platon Theorien prägen bis heute unsere Vorstellung von der Seele.

Mehr …

Das schwarz-weiße Foto zeigt einen in einer Metro-Station sitzenden Mann, der den Kopf hängen lässt.

Mental HealthWas tun gegen Depressionen?

Tiefenstimulation des Gehirns kann Heilungschancen für chronisch depressive Patienten erhöhen.

Mehr …

Wolkenkratzer in Toronto

Mental HealthRisikofaktor Großstadt

Warum uns Joints und Häuserschluchten krank machen.

Mehr …

Ein trauriges Kind vor einem zerbrochenen Spiegel

Mental HealthMissbrauch verändert das Gehirn

Wie sich Kindesmissbrauch in der Zellstruktur des Gehirns abbildet.

Mehr …

Der Satz "I Love My Mum"

VorbilderEltern als Idol

Mama und Papa sind die wichtigsten Bezugspersonen - schon von Anfang an.

Mehr …