Mein Studium Promotion
Anna Driftmeier und Monika Ahrens übers Promovieren in Deutschland
In unserer Serie "Mein Studium" geht es diese Woche ausnahmsweise nicht um einen Studiengang, sondern um das Thema Promotion.
Rund 200.000 Doktoranden gibt es in Deutschland. Jedes Jahr schließen etwa 25.000 eine Promotion ab. Das heißt, es bleiben wohl auch viele auf der Strecke. Da ist es wichtig, nach einem Modell zu promovieren, bei dem man die Unterstützung bekommt, die man braucht, um die Arbeit erfolgreich abzuschließen.
Einzelkämpfer oder Teamplayer
Anna Driftmeier und Monika Ahrens über die Möglichkeiten der Promotion und die erste Doktorandin in Deutschland
Die Variante, die Karl-Theodor zu Guttenberg beim Schreiben seiner Doktorarbeit wählte, ist nicht zu empfehlen. Der Ex-Minister bekam seinen Doktortitel aberkannt. (picture alliance / dpa)Es gibt mehrere Möglichkeiten: Individuell promovieren und sich selbst Thema und Betreuer suchen, seine Doktorarbeit mit einer Stelle an der Uni oder außeruniversitären Forschungseinrichtung kombinieren oder sich an einem Graduiertenkollegs voll und ganz der Promotion widmen. Der Fakten-Check liefert Details.
Ein Kindergarten, viele Sprachen
Anna Driftmeier hat eine Doktorandin der Sprachwissenschaft begleitet
Kinder verstehen sich trotz unterschiedlicher Muttersprachen. (AP)Wie verständigen sich Kleinkinder, die fast alle unterschiedliche Muttersprachen haben? Diese Frage beschäftigt die Doktorandin Katarina Wagner. Ihr Fachgebiet ist die Sprachwissenschaft. Für ihre Doktorarbeit hat sie Kinder in einer Kita in Köln-Mühlheim beobachtet. In dem Stadtteil leben viele Migranten.
Kraftakt Promotion
Anna Driftmeier stellt das Konzept der Bonn-Cologne Graduate School of Physics and Astronomy vor und Monika Ahrens hat mit einer Wissenschaftlerin gesprochen, die ihre Promotion gerade beendet hat
Tobias Simon und Jan Römisch vom Graduiertenkolleg der TU Ilmenau werden gefördert. (Michael Reichel | dpa)Wer während der Doktorarbeit eine intensive Betreuung wünscht, für den könnten die sogenannten Graduiertenkollegs das Richtige sein - Einrichtungen an Unis, an denen Doktoranden meist in Forschungsgruppen betreut und finanziell unterstützt werden.
Außerdem berichten wir über die Politikwissenschaftlerin Olga Schenk, die gerade ihre Doktorarbeit abgeschlossen hat und sich überlegt, wie es jetzt weitergeht.
Mit Geldpolster promoviert's sich leichter
Annette Julius, Generalsekretärin der Studienstiftung des Deutschen Volkes über Promotionsstipendien
Finanzielle Unabhängigkeit gibt Sicherheit beim Schreiben. (Uli Deck | dpa)Bei manchen Doktoranden ist die Promotion mit einer Stelle an der Uni verbunden, andere arbeiten nebenbei in einem ganz anderen Bereich. Eine besonders komfortable Lösung ist ein Promotionsstipendium. Solche Stipendien werden unter anderem von Stiftungen vergeben, zum Beispiel von der Studienstiftung des Deutschen Volkes in Bonn.
Am 6. Oktober ab 9:05 Uhr können Sie alle Beiträge noch einmal nachhören. In der Sendung liefert DRadio Wissen-Autorin Anna Driftmeier dann auch noch einmal die wichtigsten Informationen rund ums Thema Doktorarbeit.