Mein Studium Sendungsmacher hinter den Kulissen
Nora Hespers mit Informationen über den Studiengang Medientechnik
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- Sie stehen nicht im Vordergrund: Die Medientechniker sorgen im Hintergrund für reibungslose Abläufe. (picture-alliance / ZB | Veit Hengst)
In den Medien arbeiten zahlreiche Spezialisten: Cutter, Tontechniker oder Aufnahmeleiter - sie alle bilden das Team, das am Ende einen Beitrag oder eine ganze Sendung produziert. Medientechniker müssen von allem ein bisschen verstehen. Die gefragten Allrounder kennen nicht nur die Technik und ihre Anwendung, sondern haben auch ein Gespür für den gestalterischen Einsatz von Ton, Bild und Licht.
Technische Abläufe in Redaktionen beim Fernsehen oder im Radio, während Veranstaltungen und Konzerten, Aufnahmetechniken beim Film oder die Filmbearbeitung in der Postproduktion erfordern viel technischen Sachverstand, Fachkenntnis, Geschick beim Bedienen technischer Geräte und vor allem auch einen Sinn für Gestaltung.
Gefragte Allrounder
Dazu ist zum einen viel Fachpersonal nötig, aber eben auch der Allrounder, der die Fäden zusammenführt. Medientechniker bringen durch ihre Ausbildung den Vorteil mit, mit allen Wassern gewaschen zu sein, sich also mit verschiedensten Medientechniken und Geräten auszukennen. Außerdem brauchen sie einen Sinn für deren gestalterischen Einsatz.
Komplexe Kenntnisse und Fähigkeiten
Um die zukünftigen Technikallrounder entsprechend auszubilden, vermitteln die Hochschulen Kenntnisse über verschiedene Medientechnologien: also Video-, Foto- und Tontechnik sowie deren Verknüpfung in den neuen Medien. In Deutschland bieten elf Hochschulen den Studiengang Medientechnik an. Je nach Hochschule und Ausrichtung schließt man das Studium mit dem Titel Bachelor of Science oder Bachelor of Engineering ab.
Grundlagen Mathe und Physik
Christopher Antes studiert bereits im 7. Semester Medientechnik an der Fachhochschule Düsseldorf. Er beschreibt die möglichen Schwerpunkte im Studiengang - wie zum Beispiel 3D Animation oder Multimedia - und gibt zu verstehen: Mathematik und Physik im Grundstudium sind ein echter Knackpunkt.
Skype 1.0
Genauso interessant wie die Zukunft der Medientechnologie ist ihre Geschichte. So gab es das erste Bildtelefon schon weit früher als gedacht. 1936 nämlich waren Berlin und Leipzig über einen ersten öffentlichen Fernsehsprechdienst, sozusagen ein Skype 1.0, verbunden. Möglich wurde das mit Hilfe der Nipkow-Scheibe, ein mechanisches Bildübertragungsverfahren, das Bilder in einzelne helle und dunkle Bildpunkte zerlegt.
So funktioniert die Nipkow-Scheibe. (© Movie College)
Auf der Übersichtsseite "Mein Studium: Medientechnik" finden Sie alle Sendungen der Wochenserie auf einen Blick. Am Samstag, den 13. Oktober, können Sie ab 9.00 Uhr noch einmal alle Sendungen zum Thema in der Zusammenfassung hören.