Mein Studium Sonderpädagogik
Vanessa Dähn und Markus Dohmann stellen den Studiengang vor
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- Für Sonderpädagogen ist die Inklusion eine Herausforderung - verspricht aber auch mehr Chancen. (picture alliance / dpa)
Wie man lernt, Menschen mit "besonderem Förderbedarf" zu unterrichten.
Es sind unübersichtliche, vielleicht sogar stürmische Zeiten für die Sonderpädagogik. Denn die Zeiten, in denen Kinder mit geistiger Behinderung in gesonderte Förderschulen gesteckt wurden, sind wohl bald vorbei. Die Zahl der Förderschulen sinkt. Gleichzeitig werden aber auch Ängste wach: Was kommt unter dem neuen Schlagwort „Inklusion" auf Studierende, die Sonderpädagogik auf Lehramt studieren, in Zukunft zu? Und was ist Sonderpädagogik überhaupt? Fragen, die wir klären wollen: Wir stellen in dieser Woche den Studiengang Sonderpädagogik vor.
Ein vielfältiges Fach: Sonderpädagogik
Markus Dohmann mit den Einzelheiten zum Studiengang
Sich gegenseitig helfen: Inklusion an Grundschulen (picture alliance / dpa)Sonderpädagogik auf Lehramt kann man an vielen Universitäten studieren. Bei der Wahl des Studienortes sollte man beachten, dass sich die Ansätze in den einzelnen Bundesländern unterscheiden können. In der Sonderpädagogik werden verschiedene Förderschwerpunkte studiert - emotionale und soziale Entwicklung etwa. Studentin Hannah Brandes erzählt, welche Erfahrungen sie gemacht hat.
Mit Musik fördern
Markus Dohmann hat einen Sonderpädagogik-Studenten in eine Förderschule begleitet
In manchen Schulen lernen Kinder auch ein Instrument. (picture alliance / dpa)Musik spricht uns alle an. Mit Musik kann man zudem hervorragend lernen. An der Förderschule Lernen im Kölner Stadtteil Porz lernen die Kinder ein Instrument. Für die Kinder ist das eine tolle Erfahrung: mit den eigenen Händen Töne produzieren, Melodien spielen, Songs einüben. Student Christian Peveling arbeitet an der Förderschule und unterzieht dort das bisher gelernte einem Realitätscheck.
Einbeziehen statt ausschließen
Bildungsforscher Klaus Klemm über die Chancen der "Inklusion"
Alle zusammen unterrichten - das bedeutet Inklusion. (picture alliance / dpa)2006 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung verabschiedet - mit dem Ziel, ihnen die Teilhabe an allen gesellschaftlichen Prozessen zu garantieren. Seither steht das Stichwort "Inklusion" im Raum: Die inklusive Schule soll allen Kindern, ungeachtet ihrer Voraussetzungen, gleiche Chancen eröffnen.
Wichtige Aufgaben, gute Chancen
Markus Dohmann über die Jobperspektiven für Sonderpädagogen und Miriam Wienhold über einen Besuch in einem Förderzentrum in Berlin
Experten sagen den Sonderpädagogen von morgen gute Berufsaussichten voraus. (AP)Soll das Projekt „Inklusion" in Deutschland funktionieren, sind noch erhebliche Anstrengungen zu leisten. Die Sonderpädagogen von morgen werden Hand in Hand mit Lehrerkollegen an Grund-, Gesamt- oder Realschulen arbeiten. Sie müssen dafür sorgen, dass die Kinder mit hohem Förderbedarf nicht vernachlässigt werden.
Das Fach im Überblick
Autor Markus Dohmann fasst noch einmal zusammen
Die Schule stellt die Weichen für das Leben der Kinder. (Ulfert Engelkes/Bertelsmann Stiftung)Im Wochenrückblick fassen wir noch einmal die Informationen zum Studiengang zusammen. Markus Dohmann, Autor unserer Reihe, zeigt auf, wie Sonderpädagogen in den kommenden Jahren arbeiten werden, welche Auswirkungen die „Inklusion" auf das Schulsystem hat und wie die Berufschancen stehen.