Mittwoch, 19. Juni 2013

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Mein Tag Dienstag Kompakt  

Occupy
Occupy (picture alliance / dpa)

Ein Jahr "Occupy"-Bewegung | Kopftuch als Modeaccessoire | Teufel gegen Beelzebub

Der Ethnologe David Graeber ist einer der Begründer der "Occupy Wall Street"-Bewegung, die viele Monate im New Yorker Zucotti-Park für weltweites Aufsehen gesorgt hat. Das war das Urcamp, von dem aus die systemkritische Bewegung gestartet ist. Die Occupy-Aktivisten haben keine konkreten Forderungen aufgestellt. Für Graeber ist das wichtig, denn: Wer von einer staatlichen Instanz etwas fordert, der akzeptiert diese Instanz. Genau das tun Graeber und die Aktivisten nicht.

Gibt es überhaupt ein Konzept?

Graeber und seine Anhänger experimentieren mit Möglichkeiten einer direkten Demokratie, ähnlich wie die Piraten. Dabei setzen sie aber nicht in erster Linie aufs Internet, sondern auf reale Interaktion. Die Proteste in den vergangenen Monaten in vielen Teilen der Welt hätten das Bewusstsein der Menschen bereits verändert, so Graeber. Sogar der amerikanische Präsident Obama habe die Kritik der Occupy-Bewegung in seinen Wahlkampf aufgenommen.

Kopftuch als Modeaccessoire

Das Kopftuch darf nicht fehlen, Arme und Beine sind stets bedeckt zu halten . So präsentieren sich die Models im türkischen Frauenmagazin "Ala". Doch unterm Rock lugen Stilettos hervor und die Prada-Tasche hängt lässig über dem Arm. Auf Hochglanzformat mischen sich Okzident und Orient.

Schön, aber bloß nicht sexy

Hidschab-Fashion ist weltweit ein großer Wachstumsmarkt. Das Kopftuch ist nicht nur Ausdruck des Glaubens - sondern auch modisches Accessoire. Das Konzept erscheint für westliche Betrachter durchaus widersprüchlich. Ibrahim Burak Birer, einer der Begründer des Magazins, sagt: "Weibliche Schönheit ist in Ordnung, so lange sie nicht verführerisch ist." Aber geht das? Luise Sammann hat in Istanbul einen Blick hinter die Kulissen geworfen.

Teufel gegen Beelzebub

Was sich der kanadische Wissenschaftler S.G. Laverty in den 1960er Jahren als Experiment ausgedacht hat, ist erschreckend. Seine Probanten waren Alkoholiker, die entschlossen waren, von ihrer Sucht loszukommen. Laverty spritzte ihnen unter falschem Vorwand ein Serum, das einen kurzzeitigen Atemstillstand auslösten.

Schock als Therapie

Und tatsächlich: das Serum zeigte Wirkung, die Probanten erlitten einen durch den Atemstillstand ausgelösten Schock. Diese besonders brutale Form der so genannten Aversionstheorie hat sich unsere Reporterin Sina Fröhndrich zum Vorbild genommenn. Aber ihre Probanten waren keinem Atemstillstand ausgesetzt.

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