Mein Tag Montag Kompakt
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- Auch auf Hauswänden wird geschimpft und geflucht. (Bill Keaggy | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0)
Hundsfott und Heugeigen | Fernsehbiene im Faktencheck | Der Auftragssprayer
Götz von Berlichingen ist dank Goethe für eine Beleidigung weltberühmt geworden. Im gleichnamigen Schauspiel sagt er den unverwüstlichen Satz: "Er aber, sag's ihm, er kann mich im Arsche lecken!" Heute vor 450 Jahren ist der echte Gottfried "Götz" von Berlichingen gestorben. Die Beschimpfung erfreut sich noch immer großer Beliebtheit. Viele Flüche haben es schon in den Duden geschafft. Ludwig M. Eichinger vom Institut für Deutsche Sprache in Mannheim weiß, seit wann wir schelten und fluchen.
Biene Maya: Versetzung gefährdet
Fast 100 Jahre tummelt sich Biene Maja schon ungestört in deutschen Kinderzimmern. Zeit für einen wissenschaftlichen Realitätscheck, der einige Ungenauigkeiten zu Tage fördert: So lernen Kinder in den Biene-Maja-Folgen zum Beispiel, dass Bienen Honig sammeln. Das ist allerdings so nicht richtig, erklärt Bienenforscher Jürgen Tautz von der Universität Würzburg: Was Bienen sammeln sind Nektar und Pollen, den Honig produzieren sie erst anschließend in den Waben. Auch wenn laut Jürgen Tautz die Darstellung männlicher Bienen realistischer ist, werden grundsätzliche Fragen eines Bienenalltags nicht korrekt beantwortet.
Im Licht der Anerkennung
Der Kommunikationsstudent Kayo hat einen ungewöhnlichen Nebenjob: Er sprüht Graffiti auf Garagentore und Außenfassaden - ganz legal, im Auftrag ihrer Besitzer. Doch der Weg in die Auftragbücher von Weltkonzernen und Privatleuten war lange Zeit geprägt von Dunkelheit, Heimlichkeit und Angst vor der Polizei. Doch inzwischen schätzen viele das Malen, wie es in der Szene heißt, als ästhetisch ansprechende Ausdrucks- und Verschönerungsmöglichkeit.