Samstag, 25. Mai 2013

Hörsaal /

Meinungsfreiheit Regeln für's Reden  

Der Historiker Timothy Garton Ash lädt 14 Milliarden Menschen zum globalen Gespräch

Das englische Wort "Speech" als Schriftzug
Globales Gespräch: Wie wollen wir miteinander reden? (flickr.com | B Tal | CC BY-NC 2.0)

Über das Internet und das Mobilfunknetz lassen sich heute schätzungsweise vier Milliarden Menschen erreichen. Mit ihnen möchte Timothy Garton Ash über die Prinzipien der Rede- und Meinungsfreiheit diskutieren.

Wenn zuhause am Esstisch mehr als zwei oder drei Leute gleichzeitig etwas sagen wollen, dann bricht unweigerlich Chaos aus. Wie sollen da rund vier Milliarden Menschen miteinander ins Gespräch kommen? Doch genau das will der britische Historiker Timothy Garton Ash versuchen.

Prinzipien für die Meinungsfreiheit

Dazu hat er eine Internetseite geschaffen: freespeechdebate.com. Dort können alle, die wollen, in einem globalen Gespräch gemeinsam Prinzipien für die Meinungsfreiheit entwickeln. Dabei herauskommen sollen am Ende Regeln, an die sich alle halten sollen und wollen: Prinzipien darüber, wie wir uns über ein Thema äußern oder wie wir miteinander reden - egal wo, ob im Internet, auf Twitter, im Supermarkt oder in einer gedruckten Zeitung. Und nach Möglichkeit sollten alle - unabhängig von Kultur, Staatsangehörigkeit, Religion oder politischen Überzeugungen - diese Prinzipien akzeptieren können.

Internet-Projekt freespeechdebate.com

Timothy Garton Ash ist Professor am St. Antony’s College in Oxford. Er hat sein Internet-Projekt freespeechdebate.com am 11. Juni 2012 am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen vorgestellt, bei der ersten Käte Hamburger Lecture. Sein Vortrag hat den Titel „Can (and should) there be global norms for freedom of expression?“ Ash hat seinen Vortrag auf Deutsch gehalten.



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