Samstag, 18. Mai 2013

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Mensch-Maschine-System Ich denke, also spiele ich  

Im Gespräch erklärt c't-Redakteur Jürgen Kuri, wie Menschen allein mit Hirnströmen Computer oder Roboter zum Leben erwecken.

Mit einer EEG-Kappe (Elektroencephalogramm) auf dem Kopf spielt Sven Dähne, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität in Berlin, am Dienstag (22.05.2012) in der TU Berlin Schach.
Schachspiel durch Gedankensteuerung (picture alliance | dpa | Stephanie Pilick)

Schachspiel durch Technik: Die Forschungsgruppe Maschinelles Lernen der TU Berlin hat eine Technik entwickelt, die den Willen eines Menschen erkennt und diesen virtuell umsetzt. Probanden bewegen auf einem Bildschirm Schachfiguren, indem sie nur daran denken.

Die Person sitzt dafür regungslos vor einem Bildschirm. Sie trägt eine Kappe mit Drähten, die an ein Interface-System angeschlossen ist. Der Spieler fixiert auf dem Bildschirm eine Schachfigur, die er in ein anderes Feld ziehen möchte. Danach blickt er auf das Feld, in das er die Figur ziehen will. Der Computer entschlüsselt diesen Willensakt und führt den Zug aus. Bislang gelang das nur, wenn sich Probanden die ganze Bewegung vorstellten. Neu ist auch: Es dauert nur fünf Minuten, um den Computer auf den Menschen zu trainieren. Vor zehn Jahren waren es noch 100 Stunden.

Roboterarm für gelähmte Menschen

Weltweit basteln Forscher an Methoden, um die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine zu verbessern. Davon profitieren zum Beispiel behinderte Menschen. In den USA wurde ein Roboterarm entwickelt, den gelähmte Menschen durch Gedanken bewegen können. Sie können so zum Beispiel eine Flasche mit einem Strohhalm an ihren Mund führen. Forscher wollen diese Technik in Zukunft noch weiter entwickeln. Sie träumen von Chips, die in den Menschen eingepflanzt werden und Smartphones überflüssig machen. Alleine ein Gedanke könnte ausreichen, um mit anderen Menschen zu kommunizieren.

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