Mittwoch, 22. Mai 2013

Kultur /

Mexiko Kunst fürs Finanzamt  

Von Anne-Katrin Mellmann

Farbtuben
Der Fiskus in Mexiko nimmt auch Gemälde an. (Stock.XCHNG / Konrad Mostert)

Malen statt zahlen: Mexikos Künstler begleichen ihre Steuern mit Kunstwerken.

Mexikanische Künstler müssen ihren Schaffensprozess nicht wegen lästiger Steuererklärungen unterbrechen. Sie können ganz einfach in Naturalien zahlen, sprich: Kunstwerken. Durch diese Regelung hat der Fiskus in den vergangenen Jahrzehnten tausende Kunstwerke gesammelt.

Jury wacht über Qualität

Damit die Künstler keinen unverkäuflichen Ramsch abliefern, wacht eine Jury über die Qualität der Werke. Ausgestellt werden sie im Museum des Finanzministeriums. Das besitzt inzwischen eine der größten Kunstsammlungen der Welt.

Seit den 50-er Jahren des letzten Jahrhunderts können Künstler in Mexiko wählen, ob sie zahlen oder malen wollen. Immer mehr Künstler machen von letzterem Gebrauch. Der Staat hofft auf hohe Wertsteigerungen.



Mehr bei DRadio Wissen:

Mexiko: Kunstdiebe in der Kirche
Das organisierte Verbrechen hat die Kunstschätze der mexikanischen Kirchen entdeckt.
(Kultur vom 14.06.2011)

Steuerrecht: Weniger Regeln, mehr Freiheiten
Tausende von Paragrafen umfasst das deutsche Steuerrecht.
(Tagesthema vom 30.06.2011)

Zum Kommentieren bitte registrieren oder anmelden.

Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Kommentare

Wenn Sie Verstöße gegen unsere Kommentar-Regeln feststellen, informieren Sie bitte die Forenadministration per E-Mail.

Beitrag hören

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Kultur

Mehrere archäologische Funde: gespitzte Steine und Tierknochen.

ArchäologieEin Plädoyer für die Buddelei

Lohnen sich Baustopps und aufwändige Konservierung überhaupt?!

Mehr …

ReligionGetauft - und dann?

In der katholischen Hochburg leeren sich die Kirchenbänke.

Mehr …

Ein Schild, auf dem steht: Kühe Musik Haldern

Line-upWir bauen uns ein Festival

Die hohe Kunst der Festival-Planung: Bekannte Bands. Unbekannte Bands. Dixie-Klos. Ein gutes Line-up.

Mehr …