Migration Wandernde Welten
Kann ein Blick in die Geschichte Probleme der Migration lösen?
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- Nicht nur die Alhambra zeugt davon: Die Mauren hinterließen vor Jahrhunderten Spuren in Spanien. (NeilGHamilton | Flickr | CC BY 2.0)
Migration ist kein Ausnahmephänomen unserer Zeit. Sich die zahlreichen Wanderungsbewegungen der Geschichte anzusehen, verspricht Aufschlüsse über ganz aktuelle Fragen. Vier Geschichts- und Religionswissenschaftler diskutieren.
Migration ist nicht nur eine Chance sondern auch ein Problem. Gerade in jüngster Zeit wird sie in Europa fast nur noch ausschließlich verknüpft mit Fragen nach etwa sozialen Problemen oder kulturellen Differenzen diskutiert. Die Debatte macht dabei den Anschein, als stünden wir heute vor völlig neuen Herausforderungen.
Migration ist aber kein neues Phänomen, im Gegenteil: Die Geschichte der Welt lässt sich als Geschichte von Wanderungsbewegungen beschreiben. Und diese unter die Lupe zu nehmen, verspricht Aufschlüsse über ganz aktuelle Fragen.
Migration als Herausforderung
Im Rahmen der Reihe Geisteswissenschaften im Dialog, ein gemeinsames Projekt der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland, diskutieren im April 2011 unter dem Titel "Wege der Migration - Europas große Herausforderung" vier Geschichts- und Religionswissenschaftler über die Implikationen aus der Migrationsgeschichte für den Umgang mit heutigen Wanderungsprozessen.
Historiker und Religionswissenschaftler in der Diskussion
Auf dem Podium saßen:
Michael Borgolte lehrt Mittelalterliche Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählt die vergleichende Geschichte Europas im Mittelalter.
Andreas Gestrich ist Direktor des German Historical Institutes in London. Sein Forschungsinteresse gilt unter anderem der Sozialgeschichte religiöser Gruppen und historischer Migrationsforschung.
Peter Haslinger lehrt in Gießen Geschichte Ostmitteleuropas und ist Direktor des Herder-Instituts Marburg. Er konzentriert sich in seiner Forschung neben anderen Schwerpunkten auf die Geschichte Ostmitteleuropas sowie Minderheitenfragen in Ostmittel- und Südosteuropa.
Volkhard Krech lehrt Religionswissenschaft am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien der Ruhr-Universität Bochum. Er befasst sich insbesondere Religiösem Pluralismus und Globalisierung sowie der Theorie der Religionsgeschichte.
Die Veranstaltung wurde moderiert von Tilman Warnecke vom Tagesspiegel.