Mobilfunk Der Klingelton, der unter die Haut geht
Von Lydia Meyer, Kooperative Berlin
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- Tattoos als vibrierende Klingeltöne. (reegone | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0)
Wem die Verrücktheiten der Gegenwart nicht reichen, kann sich jetzt schon auf vibrierende Tattoos als Klingeltöne freuen.
Manche sehen im Netz ja die Wiedergeburt der Demokratie. Das Wissen wird für alle zugänglich, jeder kann an der größten Enzyklopädie der Welt mitarbeiten. Auch die Politik soll durch Digitalisierung und Netz ja transparenter werden. Gleiches gilt für Wissenschaft und Bildung. Kurz gesagt: Die Optimisten der Gegenwart glauben an die fortschreitende Aufklärung mit digitalen Mitteln.
Die Kulturpessimisten sehen das selbstredend anders. Wie der namhafte US-amerikanischen Essayist Nicolas Carr, für ihn war das Netz schon vor Jahren eine gewaltige Apparatur zur vorsätzlichen Verblödung der Massen. Eine Innovation des angeschlagenen Telekommunikationsriesen Nokia liefert nun den aktuellen Anlass, der den Pessimisten wieder Zulauf verschaffen könnte: Tattoos als vibrierende Klingeltöne.
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