Montag, 20. Mai 2013

Hörsaal /

Moderne Alchemie Der Weg über das Unwägbare zum Wägbaren  

Vortrag des deutschen Chemikers und Trägers des Nobelpreises für Chemie Otto Hahn.

Eine Fotografie des US-Militärs zeigt den Abwurf der Atombombe auf Hiroshima am 6. August 1945
Die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki sollen Otto Hahn an den Rand der Verzweiflung gebracht haben. (picture alliance / dpa / EPA)

Als der deutsche Chemiker Otto Hahn vom Abwurf der Atombomben auf Nagasaki und Hiroshima erfuhr, soll ihn das an den Rand der Verzweiflung gebracht haben. Denn ohne seine eigene Entdeckung – die Spaltung des Urans – wäre der Bau der Bomben nicht möglich gewesen.

Später setzte sich Otto Hahn dafür ein, alle Kernwaffenversuche weltweit einzustellen. Er befürwortete aber weiterhin die nicht-militärische Nutzung der Kernenergie. Als Hahn 1968 starb, bezeichnete die Max-Planck-Gesellschaft ihn als "Begründer des Atomzeitalters“.

Der uralte Traum der Alchemisten

In seinem Vortrag aus dem Jahr 1953 "Moderne Alchemie – der Weg über das Unwägbare zum Wägbaren“ erzählt Otto Hahn, wie es der modernen Chemie gelungen ist, den uralten Traum der Alchemisten wahr werden zu lassen: nämlich neue Elemente zu erschaffen und bekannte Elemente in andere umzuwandeln. Hahn wendet sich in seinem Vortrag ausdrücklich an ein nicht fachkundiges Publikum.

Entdeckung der Kernspaltung

Der Vortrag ist ein historisches Dokument, in dem Hahn von seiner Entdeckung der Kernspaltung des Urans erzählt und von den Gefahren und Möglichkeiten, die die moderne "Alchemie" mit sich bringt. Hahn beschreibt mit beeindruckender Einfachheit und Klarheit die schwierigen chemischen und physikalischen Prozesse.

Gehalten hat Otto Hahn seinen Vortrag am 30. Juni 1953 beim 3. Treffen der Nobelpreisträger in Lindau am Bodensee.

(Logo: Meeting of Nobel Laureates Lindau)



Weitere Informationen:

Otto Hahn - Entdecker der Kernspaltung
Über Hahns Entdeckungen.
(pro-physik.de vom 04.03.2004)

Arbeitstisch zur Uranspaltung
n den 1930er Jahren war die Welt der Naturwissenschaft geordnet wie bei Demokrit.
(deutsches-museum.de)

Zum Kommentieren bitte registrieren oder anmelden.

Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Kommentare

Wenn Sie Verstöße gegen unsere Kommentar-Regeln feststellen, informieren Sie bitte die Forenadministration per E-Mail.

Beitrag hören

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Hörsaal

Das schwarz-weiße Foto zeigt einen in einer Metro-Station sitzenden Mann, der den Kopf hängen lässt.

Mental HealthWas tun gegen Depressionen?

Tiefenstimulation des Gehirns kann Heilungschancen für chronisch depressive Patienten erhöhen.

Mehr …

Wolkenkratzer in Toronto

Mental HealthRisikofaktor Großstadt

Warum uns Joints und Häuserschluchten krank machen.

Mehr …

Ein trauriges Kind vor einem zerbrochenen Spiegel

Mental HealthMissbrauch verändert das Gehirn

Wie sich Kindesmissbrauch in der Zellstruktur des Gehirns abbildet.

Mehr …

Der Satz "I Love My Mum"

VorbilderEltern als Idol

Mama und Papa sind die wichtigsten Bezugspersonen - schon von Anfang an.

Mehr …

Kinderzeichnung der Familie mit Vater, Mutter und zwei Kindern

VorbilderMama und Papa sind die Besten

Bei Umfragen zu Vorbildern, landen Mütter immer wieder auf den vordersten Plätzen - und Väter auch.

Mehr …

Ein Paar zeigt mit Daumen und Zeigefinger einer Hand ein Herz

GefühlLiebe im Plural

Wovon wir reden, wenn wir "Liebe" sagen. Kulturelle, philosophische und poetische Liebeskonzepte.

Mehr …