Motor & Verkehr Handwäsche Ehrensache
Magdalena Bienert über die Berliner Szene im Autotunig
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- Autos bis in die letzte Faser getunt. (USAF Livorno PAO | Flickr | cc-by-2.0)
Die Berliner Bundesstraße stadtauswärts: Hunderte Autofreaks treffen sich dort am Wochenende an einer Tankstelle.
Wer tatsächlich tanken möchte, hat Pech gehabt - denn die röhrenden VW-Freunde, die Opel-Gang oder Mazda-Freaks belegen die komplette Tankstelle und den Fast-Food-Parkplatz nebenan. Sie fahren zum Beispiel einen Astra Coupé mit tiefer gelegten Felgen, einer Auspuffanlage Gruppe A aus Edelstahl, speziellen Rücklichtern und Scheinwerfern und mit einer Multimediaanlage, die es in sich hat - fünf Bildschirme inklusive. Einige der Autos haben 600 bis 800 PS, andere weniger. Sicher ist: Jeder vor Ort liebt seinen Wagen.
Die Show zählt
Manche Autotuner kommen schon um 18 Uhr und bleiben bis tief in die Nacht. Es geht darum, zu sehen und gesehen zu werden. Im Mittelpunkt steht immer das Auto. Nach Mitternacht ziehen die Autofans weiter. Die einen fahren nach Hause, andere liefern sich Wettrennen auf der Autobahn.
"Bis Maximum 300"
"Und dann fährt man los, einer gibt Lichthupe auf ein Schild und dann geht's los, bis Maximum 300. Warum soll man auf der Autobahn erwischt werden? Die ist ja freigegeben, und da die Polizei sowieso langsamer ist, ist es egal. Der Kick ist einfach die Sekunde, wo man alles um sich herum vergisst."