Musikindustrie Zauberwort Crowdfunding
In dieser Woche von der C‘n‘B Convention in Köln
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- Bevor kreative Projekte an Geldnot scheitern, könnten kleine Spenden von vielen Menschen helfen. (chris@APL | Flickr | cc-by-nc-sa-2.0)
In dieser Woche verlassen wir das Online-Talk-Studio: Denn es hat bis Freitag (22.06.2012) im Rahmen des c/o pop Festivals die C'n'B Convention stattgefunden. Die Kreativszene und Geschäftswelt treffen aufeinander um neue Perspektiven zu entwickeln. Der Online-Talk sendet von der C'n'B - direkt aus dem Börsensaal der IHK Köln. Der Medienwandel trifft die ganze Kreativszene, aber auch die angeschlossenen Geschäftswelten. Wir untersuchen die Auswirkungen auf einen ganz speziellen Bereich: Die Musikbranche. Wie können neue Finanzierungsmodelle aussehen? Wie finanzieren sich in Zukunft Bands?
Ein Zauberwort heißt Crowdfunding. Fans ermöglichen Aufnahmen oder Bandprojekte — Klingelbeutel 2.0 statt Majorlabel. Ist dies das Finanzierungsmodell der Zukunft? Oder nur eine Lösung für kleine Bands? Welche Rolle spielt die traditionelle Musikindustrie? Unser Thema in dieser Woche im Online-Talk mit Daniel Fiene und Herrn Pähler: Crowdfunding - Die Masse als Mäzen der Musikwirtschaft?
Crowdfunding ist harte Arbeit
Außentermin C‘n‘B: Benjamin Mirtschin, Daniel Fiene, Claudia Pelzer, Herr Pähler und Tino Kreßner. (DRadio Wissen)Zu Gast ist Claudia Pelzer von Crowdsourcingblog.de. Sie beschäftigt sich mit dem Phänomen Crowdfunding. Ihre These: Das Modell funktioniere nur, wenn Bands ihren Fans eine konkrete Gegenleistung anbieten könnten. Außerdem werde oft unterschätzt, wie viel Arbeit Crowdfunding-Projekte machten. Es reiche nicht aus, diese anzustoßen — die Projekte müssten auch ständig begleitet werden und es sei viel Kommunikation mit den Fans nötig, so Pelzer. Die Anhänger wollten immer über den Fortschritt der Aktion informiert werden.
Tino Kreßner betreibt eine der ersten Crowdfundingplattformen in Deutschland. Auf Startnext.de nutzen auch viele Bands die Möglichkeit, eigene Projekte zu finanzieren. Der Gründer erklärt aber im Online-Talk, dass es noch viele juristische Hürden in Deutschland gibt. In den USA sei man da weiter und die Gesetzgebung habe mehr Rechtssicherheit gebracht. Aber Crowdfunding habe in Deutschland immer stärkeren Zulauf - nicht nur bei kleinen Projekten: Im Mai sei auf startnext.de das erste Projekt mit mehr als 50.000 Euro erfolgreich abgeschlossen worden.
Ebenfalls zu Gast ist Benjamin Mirtschin. Seine Band City Light Thief setzte auf Crowdfunding, um ein Vinyl-Projekt zu ermöglichen. Innerhalb von zwei Tagen hatte die Band das Projektziel schon erreicht und am Ende sogar doppelt so viel eingenommen, wie geplant. Die Fans konnten in verschiedene Pakete investieren. Vom simplen Vinyl-Kauf, bis hin zu der Möglichkeit, sich von der Band bekochen zu lassen.
Am Samstag hört Ihr zwischen 11:00 und 12:00 Uhr den Online-Talk mit Daniel Fiene und Herrn Pähler. Die zwei gibt es an jedem 4. Samstag im Monat. Wenn ihr mehr über Daniel und Herrn Pähler erfahren möchtet, dann besucht wasmitmedien.de - dort findet ihr den wöchentlichen Medienpodcast der beiden Online-Talker.
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