Namenforschung Ich und mein Nachname
Ein Beitrag von Julia Möckl
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- Bitte klingeln bei Hase und Igel. (vollefolklore/ Flickr/ CC by-nc-sa 2.0)
Herr Fröhlich, Frau Grgic und Herr Fick - wie der Nachname den Menschen prägt.
Herr Fröhlich sagt von sich, dass er ein fröhlicher Mensch ist. Namenforscher bestätigen dies - zumindest kennen sie solche Effekte von selbsterfüllenden Prophezeiungen, wenn jemand einen "sprechenden" Namen hat. Nachnamen begleiten ihren Träger ein Leben lang und können ihn auch prägen, darüber sind sich die Forscher einig. Uneins sind sie sich in der Frage, wieviel man aus dem Nachnamen über eine Person ableiten kann.
Kraushaar ist der mit den Locken
Als im 12. und 13. Jahrhundert im deutschen Sprachraum Nach- und Familiennamen entstanden sind, sagten sie eine ganze Menge über ihre Träger aus. Beruf und Herkunft einer Person konnte man damals vom Namen ablesen, ebenso bestimmte Eigenschaften: Kraushaar hieß eine Person mit Locken, ein Schilling hatte Geld.
Im 15. Jahrhundert wurden diese Beinamen erblich - und lösten sich damit von ihrer ursprünglichen wörtlichen Bedeutung. Heute heißen Menschen Müller, obwohl sie noch nie eine Mühle betreten haben.
Die Last mit dem Nachnamen
Den eigenen Namen immer wieder buchstabieren zu müssen, ist nervig. Manch einer leidet regelrecht unter seinem Nachnamen. Zum Beispiel Herr Fick, der sogar darüber nachgedacht hat, seinen Namen zu ändern. Jetzt lebt er gut damit, denn die peinlichen Situationen und Witzeleien haben ihn als Person abgehärtet. In ganz extremen Fällen kann ein Name auch an ein traumatisches Erlebnis erinnern. Dann ist eine Namensänderung möglich.
Best of 2011: Der Bericht wurde erstmals am 18.08.2011 gesendet.