Freitag, 24. Mai 2013

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Nebenjobs Medical Prostitute  

Sonja Beeker über ungewöhnliche Methoden, sich in Neuengland etwas dazuzuverdienen.

Schatten einer Person, die sich selbst mit Fingern Hasenohren an den Kopf hält.
Schnelles Geld oder schnelle kostenlose Untersuchung - Nebenjob als Versuchskaninchen. (johnwilliamsphd | flickr.com | CC BY-NC-SA 2.0)

Mit mehr als 100 Universitäten und 80 Krankenhäusern werden Boston und seine Umgebung als Forschungsmekka betrachtet. Entsprechend oft werden dort Teilnehmer diverser Studien gesucht. Für manche "Versuchskaninchen" ist das eine Gelegenheit ihr Einkommen aufzubessern oder sich kostenlos zu untersuchen.

"Studienteilnehmer gesucht: Sie sind zwischen 18 und 55 Jahren und haben leichten Bluthochdruck? Leiden Sie an Depressionen? Sind Sie Nichtraucher und zwischen 21 und 35?" Wer in Boston einmal mit der U-Bahn unterwegs war, dem fallen die unzähligen Anzeigen auf, in denen Harvard, MIT und andere Forschungszentren nach menschlichen Versuchskaninchen suchen.

Willkommener Zusatzverdienst vor allem für Studenten

Auf einem Schild in Boston werden Teilnehmer an einer Studie zur Ejakulation gesucht.Versuchsteilnehmer gesucht - Schild in Bostoner U-Bahn. (Sonja Beeker)Mit mehr als 100 Universitäten und 80 Krankenhäusern gelten Boston und das nahe Umland als Forschungsmekka in Neuengland. Entsprechend hoch ist dort der Bedarf an Versuchsteilnehmern für die zahllosen Studien. Besonders Studenten und Menschen mit niedrigem Einkommen verdienen sich mit der Teilnahme an solchen Studien regelmäßig etwas dazu, 50 Dollar hier, 100 Dollar dort.

Kostenloser Gesundheitscheck

Für zwei Wochen Schlaflabor - vollkommen abgeschirmt von der Außenwelt, kein Handy, kein TV, keine Uhr - gibt es 1300 Dollar. Nicht wenige sehen die Teilnahme an medizinischen Studien aber auch als Gelegenheit, sich ohne Krankenversicherung einmal kostenlos durchchecken zu lassen.

"Ich brauchte das Geld!"

In den USA wird diese Art von Nebenjob umgangssprachlich auch "medical prostitute" genannt. Die Losung vieler Teilnehmer: "Ich war gesund/ depressiv/ zuckerkrank/ nicht versichert und brauchte das Geld." In Boston kümmern sich ganze Agenturen um nichts anderes als die Vermittlung von Studienteilnehmern.



Mehr bei DRadio Wissen

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(Agenda vom 11.09.2012)

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