NETZ.REPORTER XL Tyrannei der Massen?
Vera Linß diskutiert mit Manuel Höferlin (FDP), Christopher Lauer (Piratenpartei) und Ole Reißmann (Spiegel-Redakteur) über die politische Ausrichtung der Piraten.
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- Modeerscheinung oder Ausdruck fundamentaler Veränderung - die Piratenpartei. (picture alliance | dpa | Uwe Zucchi)
Im Anschluss an die Landtagswahl im Saarland sorgte der FDP-Generalsekretär Patrick Döhring für Aufsehen. Mit Blick auf den anhaltenden Wahlerfolg der Piraten warnte er vor ihren politischen Konzepten und der damit verbundenen "Tyrannei der Massen".
Über die Piratenpartei wird aktuell viel berichtet. Die Analyse der neuen Partei und der mit ihr verbundenen neuen politischen Ansätze jedoch bleiben oft oberflächlich. Dabei stehen die Piraten für fundamental andere Ansätze. Während die einen in ihr die liberale Partei des 21. Jahrhunderts sehen, können andere mit ihren Ansätze nur wenig anfangen.
Der Freiheitsbegriff der Piraten
Aber wie sieht der Freiheitsbegriff der Piraten eigentlich aus? Sind die Ansätze radikal? Auch das Beispiel Liquid Democracy belegt für viele diese Radikalität der politischen Konzepte. Mit Hilfe eines Delegated Votings würde das Konzept der repräsentativen Demokratie auf den Kopf gestellt. Handelt es sich dabei um die Modifikation des demokratischen Grundkonzepts unserer Gesellschaft oder um eine grundsätzliche neue Gesellschaftskonzeption? Und welches Menschenbild liegt einer möglichen neuen Konzeption zugrunde?
Darüber diskutiert Vera Linß mit Manuel Höferlin, Mitglied der FDP-Fraktion im Bundestag, Christopher Lauer, Mitglied der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und Ole Reißmann Redakteur bei Spiegel Online. Moderation: Vera Linß.
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