Netzdebatten Von Kulturtechniken und Technikkultur
Analyse und Hintergrund zu den aktuellen Netz-Ereignissen
Das Blog netzpolitik.org [https://netzpolitik.org/2013/netzpolitik-und-frauen-passen-einfach-nicht-zusammen/] fragte vor Kurzem: "Wie kann der Anteil weiblicher Leserinnen gesteigert werden? Netzpolitik sollte keine Männersache sein und geht alle an." Und fand bislang keine Antwort. Anne Roth schlussfolgerte: "Netzpolitik und Frauen passen einfach nicht zusammen".
Post-Gender
Claudia Kilian [http://www.claudiakilian.de/netzpolitik-ist-weiblich] bloggt dagegen: "Netzpolitik ist weiblich", während die Spiegel-Journalistin Annett Meiritz [http://www.spiegel.de/spiegel/annett-meiritz-ueber-die-frauenfeindlichkeit-in-der-piratenpartei-a-877558.html] beschreibt: "Wie ich die Frauenfeindlichkeit der Piratenpartei kennenlernte." Damit scheint auch die Post-Gender-Vision der Piratenpartei noch in weiter Ferne zu liegen. Und so leben wir auch in der Netzwelt eine Differenz, die sich nicht per Definition eines irgendwie gearteten Post-Feminismus aus der Welt schaffen lässt. Markus Beckedahl [https://netzpolitik.org/2013/unser-blog-soll-schoner-werden-i/] analysiert jedenfalls zunächst mal seine Leser, um Netzpolitik auch für Frauen attraktiver werden zu lassen.
Krise der Blogger
Der US-Politblogger Andrew Sullivan [http://wissen.dradio.de/the-daily-dish-zahlen-fuers-blog.33.de.html?dram:article_id=233270] will künftig seinen Blog allein von Lesern finanzieren lassen - ohne Werbung, ohne Sponsoren, ohne Investoren. Die Bloggerin Antje Schrupp [http://antjeschrupp.com/2013/01/06/warum-ich-nicht-von-euch-finanziert-werden-will/] argumentiert heftig gegen diesen Ansatz und erklärkt: "Warum ich nicht von Euch finanziert werden will". Wolfgang Michal [http://www.freitag.de/autoren/wolfgang-michal/die-krise-der-blogger] sieht in den sozialen Netzwerken den Grund, warum die Luft in der Blogosphäre dünner geworden ist.
Verfolgung von Netzaktivisten
Danah Boyd [http://www.zephoria.org/thoughts/archives/2013/01/13/aaron-swartz.html] und Jennifer Granick [http://cyberlaw.stanford.edu/blog/2013/01/towards-learning-losing-aaron-swartz] beschreiben ihre Gefühle nach dem Freitod von Aaron Swartz [http://wissen.dradio.de/aaron-swartz-das-netz-trauert.33.de.html?dram:article_id=234081], Programmierer, Autor und Hacktivist. Boyd glaubt, dass an Swartz ein Exempel statuiert werden sollte, um die Hacker-Community einzuschüchtern. Hacktivismus scheint für die Politik vor allem ein strafrechtlich zu behandelndes Abweichlertum zu sein, keine Protesthaltung, von der Denkanstöße ausgehen könnten.
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Anne Roth [http://annalist.noblogs.org/], Bloggerin, Journalistin und Politologin
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Antje Schrupp [http://www.antjeschrupp.de/], Bloggerin, Journalistin, Politologin
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Jürgen Kuri, stellvertretender Chefredakteur der Computerzeitschrift c't / Heise Online [http://www.heise.de]
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