Netzkultur Analog ist en vogue
Mercedes Bunz über die Diskussion, was Kunst im Zeitalter digitaler Produzierbarkeit ist
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- Die digitale Technik bringt wenig Veränderung in der Kunst. (flickr.com | Juska Wendland CC BY-NC 2.0)
net.art war eine Künstlergruppe Mitte der 90er-Jahre. Später gab es auch Künstler, die weiter mit digitaler Kunst experimentierten. Doch inzwischen ist es rund um das Digitale in der Kunst still geworden.
Die Medienjournalistin Mercedes Bunz erklärt, dass zwar der Rest der Welt zunehmend online sei, dies aber nicht für die Kunst gelte. Museen, Galerien und Künstler hätten heute Webseiten, aber eine so grundlegende Umstellung von Arbeitsprozessen durch die Digitalisierung, wie im Journalismus oder auch in der Bankenbranche, würde in der zeitgenössischen Kunst ausbleiben.
Digital Divide
So schreibt Claire Bishop in einem viel diskutierten Artikel in der Artforum unter dem Titel "Digital Divide" über die Spaltung in digitale Kunst und Kunstwelt. Interessant sind vor allem die Produktionsprozesse in der Kunst, die sich digitaler Geräte bedienen. Derzeit existiert vor allem eine Faszination an analogen Medien wie alten Fotokameras - das Analoge ist en vogue - verkürzt gesagt.
Neue Ästhetik
Ab vom Kunstmainstream gibt es Künstler, die mit digitalen Kunstprozessen experimentieren. Zum Beispiel New Asthetic, das sind digitale Oberflächen und Eigenheiten, die sich aus dem Computerscreen auf in die reale Welt gemacht haben.