Sonntag, 19. Mai 2013

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Netzpolitik Online-Petition gegen Leistungsschutzrecht  

Michael Gessat über die Petition gegen das geplante Leistungsschutzrecht

Wikipedia fürchtet bei Verlinkungen zu Zeitungsartikeln, zur Kasse gebeten zu werden.
Wikipedia fürchtet bei Verlinkungen zu Zeitungsartikeln, zur Kasse gebeten zu werden. (Jens Büttner | dpa)

Es geht um ein ausgesprochenes Reizthema für die Netzgemeinde, doch die Petition kommt nicht in Gang.

Einige nicht ganz unbekannte Stimmen der deutschen Online-Szene machen deshalb noch einmal Dampf - allen voran Sascha Lobo. Sein Blogeintrag lautet: Warum man manchmal auch schlechtformulierte Petitionen mitzeichnen sollte.

Ziel: 50.000

Die aktuelle Petition gegen das geplante Leistungsschutzrecht hat Bruno Kramm eingereicht, er ist Musiker und Mitglied der Piratenpartei - und wie Sascha Lobo findet, ist diese Petition schlecht formuliert. Aktueller Stand: 13.351 Unterzeichner (05.10., 13:55 Uhr).

Multiplikatoren

Eine Vielzahl von Blogs und politischen Gruppen haben sich an den Aufruf angehängt - zum Beispiel Martin Weigert bei Netzwertig.com, Andre Meister bei Netzpolitik.org, Vera Bunse bei Carta.info, der Chaos Computer Club oder die „Digitale Linke“.

Ungeliebte E-Petition

Dass es bislang wenig Resonanz auf die Petition gibt, dürfte an den aktuellen Irritationen liegen, die die Piratenpartei ausstrahlt. Und auch gegen das Mittel der E-Petition selbst gibt es Gegenargumente - findet Thomas Stadler bei Internet-Law.



Mehr bei DRadio Wissen:

Leistungsschutzrecht: "Ein schwarzer Tag für das Internet"
Webschau mit Till Opitz
(Agenda vom 30.08.2012)

Leistungsschutzrecht: Google im Visier
Webschau mit Andreas Noll
(Agenda vom 30.07.2012)

Leistungsschutzrecht: Ein Gesetz als Geschäftsmodell
Von Jochen Thermann, Kooperative Berlin
(Netzreporter vom 21.06.2012)

Leistungsschutzrecht: Womit niemand gerechnet hat
Webschau mit Martina Schulte
(Agenda vom 15.06.2012)

Netzpolitik: Neues von CDU/CSU zum Urheberrecht
Webschau mit Thomas Reintjes
(Agenda vom 13.06.2012)

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Kommentare 2 - 1 von 2

  • 2. Mea culpa...

    Hallo ArnoNuehm - vielen Dank für den Hinweis; wir haben es geändert - ist mir ja sehr peinlich. In der Tat könnte sich hier ganz kurz Frau Schramm in meine temporär fehlgeschalteten Gehirnwindungen eingeschlichen haben. Ich kann Ihnen aber versichern, dass ansonsten keine weitere "Aussage" dahinter steckt. Und zumindest ich persönlich habe auch keineswegs die Absicht, die Piraten "runter zu schreiben" - gelegentliche Hinweise auf gewisse "Irritationen", die die Partei oder ihre Funktionsträger momentan ausstrahlen, sind aber zur Zeit auch ziemlich unvermeidbar... Mit freundlichen Grüßen, Michael Gessat

    mgessat 05.10.2012 12:21 Uhr

  • 1. Kramm-Schramm-Phänomen

    Der Einreicher der ePetition heißt Bruno Kramm, liebe Qualitätsjournalisten, nicht Schramm. Frau Schramm ist dagegen ein weibliches Mitglied der Piratenpartei, das vor allem für seine wenig angebrachte Überheblichkeit im Umgang mit der interessierten Öffentlichkeit derzeit durch den Kakao gezogen wird. Natürlich kann so eine kleine Verwechslung mal passieren. Ich fürchte aber, das sie mehr aussagt, dass nämlich derzeit in Redaktionen der Republik stiller Konsens besteht, die Piraten mal ordentlich runter zu schreiben (statt hoch, wie noch vor einem Jahr). Freuen würde ich mich als Gebührenzahler über eingehendere Berichte über das Arbeiten der Piraten jenseits von Skandalen und Skandälchen. Das ist nämlich, was vor Betreten der Wahlkabine wirklich interessiert.

    ArnoNuehm 05.10.2012 11:46 Uhr

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