Nobelpreisträger Chemie: Politik des Klimawandels
Der mexikanische Chemiker und Nobelpreisträger Mario Molina über Forschungsergebnisse und politische Konsequenzen
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- Der Energiehunger der Menschen führt seit Jahrzehnten zur einer globalen Erderwärmung. (picture alliance / Wolfram Steinberg)
Darf man untätig bleiben, nur weil nicht 100-prozentig nachgewiesen ist, dass der Mensch für den Klimawandel verantwortlich ist?
Der Weltklimarat nennt den Schulidigen des Klimawandels: Mit über 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit ist der Mensch verantwortlich. Welche Rolle die Wissenschaft bei den Erkentnissen rund um die Klimaveränderungen spielt, erklärt Mario José Molina in seinem Vortrag "The Science and Policy of Climate Change".
Konsequenzen ziehen
Der mexikanische Chemiker und Nobelpreisträger Mario José Molina.Dem mexikanische Chemiker und Nobelpreisträger geht es dabei nicht allein um die wissenschaftlichen Erkenntnisse selbst. Immer wieder betont er, wie dringend es ist, dass wir aus den Forschungsergebnissen auch praktische Konsequenzen ziehen wie: Wir müssen energieeffizienter bauen, produzieren und reisen. Wir müssen erneuerbare Energien nutzen wie Wind, Wasser und Sonne. Molina ist aber auch davon überzeugt, dass wir über die Möglichkeit nachdenken müssen, neue und sicherere Atomkraftwerke zu bauen.
(Lindauer Nobelpreisträgertagungen)
1995 hat Molina zusammen mit seinen Kollegen Sherwood Rowland und Paul Crutzen den Nobelpreis für Chemie bekommen. Die drei Forscher haben entdeckt, dass bestimmte industrielle Gase die Ozonschicht zerstören. Molina hat seinen Vortrag beim 62. Treffen der Nobelpreisträger in Lindau am Bodensee gehalten.