Ökonomie Mythen der Krise
Heiner Flassbecks Thesen zu den tatsächlichen Gründen der Eurokrise
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- Die letzten Groschen ins Sparschwein? Nein, meint Heiner Flassbeck. (Johanna Hardell | Flickr | cc-by)
Wir leben nicht über, sondern unter unseren Verhältnissen, sagt der Chef-Volkswirt der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung, Heiner Flassbeck. Sparen sei ein dumme Idee.
Der Spar-Mythos ist einer der zehn Mythen, die der überzeugte Keynesianer Heiner Flassbeck im Umgang mit der Eurokrise ausmacht. Auf Einladung des Berliner Einstein Forums stellte er am 14. Juni 2012 zentrale Thesen seines aktuellen Buches vor, in dem er sich nichts Geringeres vorgenommen hat, als mit Fehleinschätzungen und falschen Behauptungen zur Krise aufzuräumen.
Heiner Flassbeck ist seit 2003 Chefökonom der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung, kurz UNCTAD. Unter anderem hat er zuvor von 1990 bis 1998 die Abteilung Konjunktur des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung geleitet und war von 1998 bis 1999 für kurze Zeit Finanzstaatsekretär unter Oskar Lafontaine, mit dessen Rückzug dann auch Flassbeck abtreten musste.