Ökosystem Kaninchenfreie Zone
Andreas Stummer erklärt, warum Naturschützer die Ausrottung der Kaninchen auf der Macquarieinsel unterstützen
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- Gut verstecken: Auf der Macquarieinsel werden Kaninchen von Hunden gejagt und mit Gift bekämpft. (Seth J | Flickr | cc-by-sa-2.0)
Die Macquarieinsel im Südpolarmeer ist ein wichtiger Brutplatz für viele Vogelarten, Königspinguine und Seeelefanten. Doch inzwischen ist die Insel fast kahlgefressen und unterhöhlt. Gefräßige Kaninchen haben enorme Schäden im Ökosystem angerichtet.
Es ist ein trauriges Lehrstück über den Eingriff in Ökosysteme. Die Protagonisten sind Katzen und Kaninchen. Beide wurden im 19. Jahrhundert von Menschen auf die Insel gebracht.
Circulus Vitiosus
Weil die Kaninchen die Insel kahlfraßen, rottete man sie fast aus. Daraufhin hatten die Katzen nichts mehr zu fressen und stürzten sich auf Vögel. Als sich deren Bestände dramatisch reduzierten, wurden die Katzen zum Abschuss freigegeben. Je weniger Katzen es gab, desto stärker vermehrten sich die Kaninchen.
Kaninchen-Kampagne
In den vergangenen zehn Jahren haben die Kaninchen große Teile des Ökosystems zerstört. Um die seit 1997 als Weltnaturerbe geschützte Insel zu retten, haben Naturschützer gegen die Tiere mobil gemacht - mit Schnüffelhunden und Gift.
Um ihren Lebensraum zu retten, wird auf Kaninchen Jagd gemacht. (flickr.com | ksuyin CC BY-NC-SA 2.0)