Mittwoch, 22. Mai 2013

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Olympia 2012 So waren die Spiele im Netz  

Die Webschau mit Sebastian Sonntag

Das Londoner Riesenrad "London Eye" bei Nacht - und illuminiert.
Während der Spiele wurde das London Eye je nach Stimmungslage bei Twitter illuminiert. (theboybg | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0)

Es ist der Tag nach Olympia - wir ziehen Bilanz im Netz.

Die Olympischen Spiele waren ein voller Erfolg, wenn man sich die größeren Onlinemedien anschaut. Welt-Online spricht zum Beispiel von einem Gänsehaut-Abschied und einer rauschenden Party. Zeit Online schreibt über ein Musik-Spektakel zum Olympia-Abschluss. Das sind natürlich nur Urteile über die Abschlussfeier.

Der Tagesspiegel stellt die Frage, was mit den ganzen Sporteinrichtungen passiert, die zum Teil wieder abgerissen oder zurückgebaut werden müssen, was eine Menge Geld kostet. Und die Morgenpost kommt zu dem Schluss: „Deutschland verliert den Anschluss, redet sich Olympia aber schön.“

Der britische Guardian hat eine Umfrage in Auftrag gegeben, die er in seinem Olympia Spezial auf der Webseite veröffentlicht: Demnach sehen 55 Prozent der Befragten in den Spielen eine lohnende Ablenkung in wirtschaftlich harten Zeiten. 35 Prozent halten die Spiele aber für eine kostspielige Realitätsflucht.

Erfolgreiche Spiele fürs Internet

Im Netz waren die Spiele erfolgreich: Der IT-Branchenverband Bitkom kommt zu dem Schluss, dass die Olympischen Spiele 2012 der Durchbruch fürs Internet-TV war. In einer Pressemitteilung sagt Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder: "Dank immer größerer Bandbreiten machen Live-Streams mittlerweile richtig Spaß."

In Zahlen ausgedrückt stellt sich das dann wie folgt dar: 86 Prozent der Deutschen haben sich Olympia live angeschaut. Davon schauten 15 Prozent am PC, 14 Prozent am Laptop, 6 Prozent auf dem Smartphone und 4 Prozent am Tablet PC.

Twitter glänzt

Während der Spiele wurde vor allem der Kurznachrichtendienst Twitter intensiv genutzt: Durchschnittlich, so Focus Online, wurden pro Minute 1975 Olympia-Tweets abgesetzt. Für ein Sportevent und über einen so langen Zeitraum ist das ein ziemlich ordentliches Ergebnis. Das Technik-Blog Mashable verweist aber darauf, dass diese Werte von anderen Aufregerthemen durchaus getoppt werden. Ein Beispiel ist die Hochzeit von Prinz William im letzten Jahr mit 6369 Tweets pro Minute.

Soziale Netzwerke hängen hinterher

Ein Grund für den Twitter-Erfolg dürfte sein, dass sich Twitter richtig reingehängt hat. Twitter hat zum Beispiel einen Olympia Hub eingerichtet, eine Art Nachrichtenstream, in dem alle Tweets zu den Spielen zusammenliefen.

Gemeinsam mit BBC brachte Twitter außerdem London Eye zum Leuchten: Je nach Stimmung wechselte das Riesenrad die Farbe: Gelb für überwiegend positive Tweets, grün für neutrale und lila für negative Tweets zu Olympia.

Die Aktion ging allerdings ein wenig nach hinten los, wie sueddeutsche.de berichtet. Da es genug Gründe gab um sich zu beschweren - zum Beispiel die hohen Sicherheitsmaßnahmen oder das Verkehrschaos - leuchtete das Riesenrad doch häufiger mal lila. Über Twitter und die Medienkooperationen haben wir auch schon ausführlich bei DRadio Wissen gesprochen. Auch bei facebook war einiges los - faz.net berichtet etwa über den Kunstturner aus Cottbus, Phillip Boy, für den der Olympia-Traum nach einer Fußverletzung vorbei war.

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