Olympia 2012 Wie social sind die Spiele?
Daniel Fiene und Herr Pähler im Online-Talk über Olympia und Soziale Medien
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- London 2012 will die erste Social-Media-Olympiade sein. Im Fall von Paraskevi Papachristou (Mitte) ging das daneben – die Athletin wurde nach einem rassistischen Tweet von den Spielen ausgeschlossen. (dpa | picture alliance | Hannibal Hanschke | Jeon Heon-Kyun | Patrick B. Kraemer | Robert Ghement | Friso Gentsch | Kimmo Mäntylä)
Bis zum 12. August finden in London die Olympischen Sommerspiele 2012 statt. Rund 10.500 Athleten werden in 302 Wettbewerben gegeneinander antreten. Social Media werden eine wichtige Rolle spielen. Smartphones und soziale Netzwerke sind verbreitet wie nie und stellen die Organisatoren vor neue Herausforderungen: Das Internationale Olympische Komitee hat strikte Anweisungen für Sportler und freiwillige Helfer rund um den Einsatz von Facebook und Twitter erlassen.
Die Gäste im Online Talk:
Schon vor den Sommerspielen twittern, youtuben und facebooken die deutsche Athleten fleißig. Thomas Knüwer (Wired) gibt sich auf seinem Blog Indiskretion Ehrensache begeistert: "Es macht Spaß, diese Konversationen aus London zu verfolgen. Man spürt die Vorfreude, die Anspannung, den Teamgeist der Olympioniken." Allerdings gibt es nicht viele deutsche Athleten, die soziale Netzwerke aktiv nutzen, so Knüwer: "Insgesamt hat das Team Nachholbedarf in Sachen Internet."
#WirfuerD
Christian Klaue vom Deutschen Olympischen Sportbund stellt die eigenen Social-Media-Pläne vor. Der DOSB hat auf der Webseite der Deutschen Olympiamannschaft einen Social Hub eingerichtet, der einen Überblick über die digitalen Aktivitäten gibt. Dabei wird aktiv für den Twitter-Hashtag #WirfuerD geworben, den Athleten und Fans nutzen wollen.
"Ganz uneigennützig ist das jedoch nicht, denn der DOSB hofft natürlich, auf vielen weiteren Ebenen (Politik, Wirtschaft, Finanzen oder einer erneuten Olympiabewerbung) von der Sportbegeisterung zu profitieren", schreibt Jan C. Rode in seinem Medienlotsen-Blog.
Kaum politische Statements
Jörg-Uwe Nieland vom Institut für Kommunikations- und Medienforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln hat untersucht, ob arabische Sportler Social Media für politische Statements nutzen. Dabei ist herausgekommen, dass sie die Möglichkeit kaum nutzen und sich an das Verbot halten.
Das Thema Social Media ist aber nicht nur aus Veranstalter- und Sportlersicht interessant, sondern auch aus der Zuschauer-Perspektive. Die Zuschauer in den Sportstätten und vor den Fernsehgeräten werden ihre Kommentare bei Facebook und Twitter abgeben. Dass dies sehr gut funktionieren kann, hat Dennis Horn erfahren, als er für die Sportschau den Twitter-Account während der diesjährigen EM pflegte.
Daniel Fiene und Herrn Pähler gibt es an jedem 4. Samstag im Monat. Mehr zu den beiden gibt es auf wasmitmedien.de.