Mittwoch, 19. Juni 2013

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Online-Medien Digitale Erfolgszeitung  

Thomas Reintjes berichtet in der Webschau über den Erfolg der Online-Ausgabe der New York Times.

Auslage der New York Times an einem Kiosk.
Auslage der New York Times an einem Kiosk. (picture alliance / dpa | Soeren Stache)

Online first! Die Internetausgabe der New York Times hat mehr Leser als die Print-Ausgabe.

Von Montag bis Freitag werden täglich 780.000 Exemplare der Tageszeitung "The New York Times" verkauft. Die Online-Ausgabe hat zum ersten Mal 27.000 Leser mehr als die Print-Ausgabe, berichtet heise.de.

NYTimes auf Erfolgskurs

Im Audit Bureau of Circulations werden die Top-25-US-Tageszeitungen gelistet: Print und Online zusammengerechnet kommt auf Platz eins das Wall Street Journal, gefolgt von USA Today und auf dem dritten Platz die New York Times. Im Vergleich zu den beiden erst platzierten konnte die New York Times seit dem 31. März 2011 ihre Auflagenzahl um 73 Prozent steigern und: NYTimes hat mehr Digital-Leser als alle anderen.

Mischmodell macht's

Nach einigem Hin und Her im Online-Konzept zwischen kostenlosem und kostenpflichtigem Angebot bietet die New York Times seit Ende März 2011 ein Mischmodell an: Zehn Artikel im Monat sind kostenlos, will man mehr, muss man bezahlen. Pro Monat kostet das Angebot für Smartphone oder Tablet 15 Dollar. Damit hat man unbeschränkten Zugang zum Online-Angebot, ein übersichtliches App mit Videos, Synchronisation über mehrere Geräte. Damit ist das Angebot mehr als nur eine PDF-Zeitung.

Der Springer-Verlag zeigt auch, dass man online Geld verdient, wie man an den Quartalszahlen vom 9. Mai ablesen kann. Mit den Print-Ausgaben wird in Deutschland immer noch das meiste Geld verdient, doch die Umsätze mit digitalen Medien liegen bei Axel-Springer nur noch knapp hinter denen der Zeitungen. Sie machen inzwischen genau ein Drittel des Konzernumsatzes aus. Insgesamt wurden die Online-Erlöse um 30 Prozent zum Vorjahr gesteigert.

"Survival is Success"

Für Online-Zeitungs-Startups bleibt es schwer, Fuß zu fassen, das belegt eine Studie des European Journalism Observatory unter dem Titel "Survival is Success". Ejo-online berichtet über Wissenschaftler der Universität Oxford, die je drei unabhängige Online-Medien aus Deutschland, Frankreich und Italien untersucht haben. Aus Deutschland wurden Perlentaucher, The European und Netzeitung analysiert.

Bezahlmodell oder Nische

Das Ergebnis: Netzeitung gibt es gar nicht mehr, The European kämpft ums Überleben, nur der Perlentaucher erzielt laut der Studie Gewinne. In der Studie taucht nur noch eine weitere Seite auf, die profitabel ist: Mediapart aus Frankreich – alle anderen haben den Durchbruch noch nicht geschafft.

Als Erfolgsrezept fürs Überleben gilt ein kostenpflichtiges Angebot, so müssen Mediapart-Nutzer genauso zahlen wie NYTimes-Leser. Perlentaucher dagegen hat die Vorteil, geringe Betriebskosten, attraktive Nebenprodukte und eine Nischen-Zielgruppe zu haben.

 

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