Onlinekiller Pädagogischer Meuchelmord
Tobias Lenartz über ungewöhnliche Methoden, Kinder von ihrer Spielsucht zu befreien
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- Ob ein Kind online- oder spielsüchtig ist, lässt sich gar nicht so leicht sagen. (dpa/picture alliance/Caroline Seidel )
Im Kampf gegen die angenommene Computerspielsucht ihrer Kinder greifen manche Eltern zu rabiaten Mitteln.
Ob und wann stundenlanges Surfen oder Computerspielen zur Sucht wird, sorgt in Medien, Familien wie Expertenkreisen regelmäßig für hitzige Diskussionen. Sehen einige Experten in der exzessiven Internetnutzung ein Symptom psychischer Erkrankungen, etwa von Depressionen, fordern andere die Anerkennung als eigenes Krankheitsbild. Demnach sei Onlinesucht vergleichbar mit andern Verhaltenssüchten wie Glücksspiel, Kaufsucht oder Sexsucht.
Divergente Zahlen für Suchtverhalten
Aber auch hinsichtlich des Ausmaßes der Onlinesucht im Allgemeinen und Computerspielsucht im Besonderen gehen die Befunde stark auseinander. Internationale Studien stufen zwischen 1,6 Prozent und 8,2 Prozent der Internetnutzer als abhängig ein. Laut einer aktuellen, von der Uni-Klinik Mainz durchgeführten Studie zeigen 0,9 Prozent der deutschen Jugendlichen zwischen 14 bis 17 Jahren Suchtverhalten.
Der Grat zwischen Problembewusstsein und Panikmache, Aufklärung und Aktionsimus fällt dabei traditonsgemäß schmal aus. Ein chinesischer Vater griff unlängst zu ebenso ungewöhnlichen wie rabiaten Mitteln, um seinen Sohn von seiner vermeintlichen Computerspielsucht zu kurieren.
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