Montag, 20. Mai 2013

Medien /

Open Source Auswärtiges Amt kehrt Linux den Rücken  

Gespräch mit Jürgen Kuri vom c't-Magazin

Linux hält Einzug in die Büros
Der Linux-Pinguin Tux hat im Auswärtigen Amt nichts mehr verloren. (AP Archiv)

Lange Zeit galt das Auswärtige Amt als Vorzeigeinstitution beim Open-Source-Einsatz in Bundesbehörden. Die Einrichtung von Linux sollte Kosten einsparen und von proprietärer Software unabhängig machen. Das soll nun alles nicht mehr gelten.

2002 war das Auswärtige Amt unter Grünen-Politiker Joschka Fischer ein Vorreiter: Es wollte seine Rechner umrüsten, die Abhängigkeit vom Monopolisten Microsoft beenden und sich der freien Software und Open-Source-Produkten zuwenden. Von IT-Experten und Fachzeitschriften erntete die Behörde dafür viel Lob.

Zu wenig gespart?

Die Idee wurde nun wieder begraben: Linux wird deinstalliert, das vor zehn Jahren erstmals auf dem Markt erschienene Windows XP kommt wieder auf die Amts-Rechner.

Die Bundesregierung teilt mit, dass die Einsparungen geringer gewesen seien, als es das Ministerium ursprünglich erhofft hatte. Dabei hatte SPD-Außenminister Frank-Walter Steinmeier 2007 noch verkündet: "Heute gibt das Auswärtige Amt pro Mitarbeiter weniger als ein Drittel der Pro-Kopf-Ausgaben für IT-Ausstattung aller Bundesministerien aus."

Was steckt hinter dem Linux-Ausstieg? Darüber sprechen wir mit Jürgen Kurz vom Fachmagazin c't.

 


 

Mehr bei DRadio Wissen:

Offene Alternativen (Agenda vom 21.10.2010)

Software als Entwicklungsmotor (Medien vom 04.11.2010)

Frei heißt nicht kostenlos (Medien vom 24.08.2010)

 

Mehr zum Thema:

Auswärtiges Amt wechselt von Linux zu Windows (Artikel auf spiegel.de vom  16.2.2011)

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