Open Source Auswärtiges Amt kehrt Linux den Rücken
Gespräch mit Jürgen Kuri vom c't-Magazin
Lange Zeit galt das Auswärtige Amt als Vorzeigeinstitution beim Open-Source-Einsatz in Bundesbehörden. Die Einrichtung von Linux sollte Kosten einsparen und von proprietärer Software unabhängig machen. Das soll nun alles nicht mehr gelten.
2002 war das Auswärtige Amt unter Grünen-Politiker Joschka Fischer ein Vorreiter: Es wollte seine Rechner umrüsten, die Abhängigkeit vom Monopolisten Microsoft beenden und sich der freien Software und Open-Source-Produkten zuwenden. Von IT-Experten und Fachzeitschriften erntete die Behörde dafür viel Lob.
Zu wenig gespart?
Die Idee wurde nun wieder begraben: Linux wird deinstalliert, das vor zehn Jahren erstmals auf dem Markt erschienene Windows XP kommt wieder auf die Amts-Rechner.
Die Bundesregierung teilt mit, dass die Einsparungen geringer gewesen seien, als es das Ministerium ursprünglich erhofft hatte. Dabei hatte SPD-Außenminister Frank-Walter Steinmeier 2007 noch verkündet: "Heute gibt das Auswärtige Amt pro Mitarbeiter weniger als ein Drittel der Pro-Kopf-Ausgaben für IT-Ausstattung aller Bundesministerien aus."
Was steckt hinter dem Linux-Ausstieg? Darüber sprechen wir mit Jürgen Kurz vom Fachmagazin c't.
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