Originale Der Leierkastenmann aus Köln
Julia Batist über den contergangeschädigten Drehorgelspieler Werner Wittpoth
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- Seit fast 30 Jahren gehört Werner Wittpoth in Köln zum Straßenbild. (R/DV/RS | flickr | cc by 2.0)
Seit fast 30 Jahren gehört Werner Wittpoth fest zum Kölner Straßenbild. Er ist Leierkastenmann aus Überzeugung.
Seit fast 30 Jahren erklingen die Stücke aus Werner Wittpoths Drehorgel in den Straßen von Köln. Der Leierkastenmann, der immer im Frack und Zylinder auftritt, ist in Köln und Aachen besonders bekannt. Kein Wunder: Er ist einer der letzten Leierkastenmänner, die ihr Geld mit dem Drehorgelspielen auf der Straße verdienen.
Drehorgelspieler aus Überzeugung
Wittpoth ist Contergan-geschädigt und hat deshalb kein Schultergelenk. Das Spielen bedeutet für ihn vollen Körpereinsatz, manchmal hält er nur wenige Stunden durch. Mit Anfang 20 musste er seinen Job bei einer Versicherung wegen seiner Behinderung aufgeben. Dann wurde er Leierkastenmann - aus Überzeugung.
Der letzte Drehorgelspieler
"Als ich anfing, gab es in Köln noch fünf gewerbliche Drehorgelspieler", erzählt Wittpoth. Heute ist er der letzte, der regelmäßig auf der Straße steht und spielt. Über sein Instrument weiß der 52-Jährige so ziemlich alles - mit den Jahren ist er Experte geworden.