Pädagogik Inklusion: Gemeinsames Lernen
Bremen setzt als erstes Bundesland eine UN-Konvention um. Behinderte und Nichtbehinderte lernen gemeinsam.
Etwa 55.000 Schülerinnen und Schüler müssen nach den Sommerferien ab Donnerstag (05.08.) wieder in die Schule gehen. In dr Freien Hansestadt Bremen stehen aus diesem Anlaß große Neuerungen an. Ab dem neuen Schuljahr sollen dort behinderte, nichtbehinderte, lernstarke und lernschwache Kinder an allen weiterführenden Schulen gemeinsam in einer Klasse unterrichtet werden.
Einbinden statt ausgrenzen
Inklusion heißt diese neue Unterrichtsform. Jede der Klassen bekommt einen zusätzlichen Sonderpädagogen. 29 Bremer Schulen sind von dieser Änderung betroffen. Damit ist Bremen das erste Bundesland, in dem ab dem kommenden Schuljahr diese neue Form des Unterrichts ab Klasse 5 umgesetzt wird.
Revolution im Schulsystem
Der Hintergrund ist die UNO-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. 2008 hat Deutschland ihr zugestimmt, seit 2009 ist sie verbindlich. Die Konvention besagt, dass Menschen mit Behinderung in allen Lebenslangen in das gesellschaftliche Leben einbezogen werden sollen, sei es im Schulsystem, beim Wohnen, oder bei der Arbeit.
Umfassende Informationen auf der Website des Instituts für unklusive Pädagogik, interkulturelle Pädagogik, innovative Lehr- und Lernkultur an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich
Eine Schule für alle. Neue Wege zur Inklusion.
Potenziale erkennen. Bremen bietet den Studiengang "Inklusive Pädagogik". Beitrag DLF, 22.06.2010
Website der Initative "Eine Schule für alle"